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Wissen & Umwelt

Roboter-Frau unterrichtet Grundschulkinder

Saya menschlicher Roboter entwickelt in Tokio, Japan

Fräulein Saya wird nie krank, verlangt keine Bezahlung und schert sich nicht um freche Schüler

In Japan hat die erste voll automatische Grundschullehrerin ihren Dienst angetreten. Die Debütantin ist ein Roboter in Frauengestalt, der auf den Namen "Saya" hört. Fräulein Sayas mandelförmige Augen und ihre dunklen Haare sollen ihr das Aussehen einer zierlichen japanischen Frau geben. Aber wehe, sie gerät in Wut: Dann wird ihr Latex-Gesicht von 18 Mini-Motoren zur einer wutverzerrten Grimasse verzogen. Für die Schulkinder offensichtlich Grund genug, sich lieber zu benehmen. Von so viel Disziplin kann ein "echter" Lehrer nur träumen.

Japan Robot

Frühstück ist fertig! Humanoide Roboter arbeiten in Japan zum Beispiel in der Altenpflege.

Wenn der Unterricht beginnt, zählt Fräulein Saya nach, ob alle Schüler anwesend sind. Dann gibt sie ihren Kindern eine Aufgabe und lächelt dabei freundlich. Menschliche Wärme oder individuelle Betreuung? Fehlanzeige! Hiroshi Kobayashi von der Universität Tokio tüftelte 15 Jahre lang an der Entwicklung der Lehrerin. In Japan tauchen humanoide Roboter mittlerweile immer häufiger im Alltag auf, zum Beispiel in der Altenpflege, als Dirigenten oder Schauspieler.