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Sport

Robert Harting ist Olympiasieger

In einem spannenden Wettkampf setzt sich der Goldfavorit spät gegen die Konkurrenz durch. Für Deutschlands Turner gibt es zwei zweite Plätze. Und auch die Dressurreiter und ein Bahnradfahrer holen Silber.

Am Ende musste mal wieder das Trikot dran glauben, wie immer, wenn Diskuswerfer Robert Harting einen internatiolen Titel gewinnt. Zwei Weltmeister- und einen Europameistertitel hat er schon in seiner Sammlung, nun ist auch noch der Olympiasieg dazu gekommen. Die Erfüllung eines Traums und der bisherige Höhepunkt in der so erfolgreichen Karriere des 27-Jährigen.

Harting siegte mit 68,27 Metern vor dem Iraner Ehsan Hadadi (68,18), Bronze holte Gerd Kanter aus Estland (68,03). Der Deutsche setzte sich im fünften Versuch an die Spitze und verdrängte den bis dahin führenden WM-Dritten Hadadi. Der zweite deutsche Finalist, Martin Wierig, kam bei seinem Olympia-Debüt mit 65,85 Metern auf den sechsten Platz.

Robert Harting, der die sechste deutsche Goldmedaille in London holte, ist der erste deutsche Leichtathletik-Olympiasieger seit 2000. Damals hatte Heike Drechsel den Olympiasieg im Weitsprung errungen. Das letzte Diskus-Gold hatte 1996 in Atlanta Lars Riedel gewonnen.

Gold oder Silber?

Julius Brink und Joans Reckermann haben als erstes deutsches Beachvolleyball-Team den Einzug ins  Finale geschafft und damit bereits die Silbermedaille sicher. Die Europameister von 2011 und 2012 schlugen in der Nacht zum Mittwoch die Niederländer Reinder Nummendor und Richard Schuil mit 2:0 (21:14; 21:16). Im Endspiel treffen sie am Donnerstag auf die an Nummer eins gesetzten Weltmeister Emanuel Rego und Alisson Cerutti aus Brasilien.

Silberner Tag für Deutschlands Turner

Deutschlands Vorzeigeturner Fabian Hambüchen hat vier Jahre nach seiner Bronzemedaille in Peking Olympiasilber am Reck gewonnen. Der ehemalige Weltmeister zeigte an seinem Paradegerät eine fehlerfreie Übung und wurde dafür von den Kampfrichtern mit der hohen Wertung von 16,400 Punkten belohnt. Zwischenzeitlich belegte er damit den ersten Rang und durfte auf sogar Gold hoffen, doch schon der nächste Turner verdrängte ihn vom obersten Treppchen: Epke Zonderland aus den Niederlanden turnte ebenfalls fehlerfrei, zeigte am Reck aber die spektakuläreren Flugteile. Mit 16,533 Punkten holte er verdient Gold. Bronze ging mit 16,366 Punkten an den Chinesen Zou Kai.

Fabian Hambüchen bei seiner Reckübung (Foto: dpa)

Fabian Hambüchen turnte fehlerfrei und durfte sich über Platz zwei freuen

Zuvor hatte Marcel Nguyen wieder zugeschlagen und die erste Olympia-Medaille seit 24 Jahren für deutsche Turner am Barren geholt. Sechs Tage nach seinem überraschenden zweiten Platz im Mehrkampf gewann Nguyen erneut Silber. Der 24-Jährige musste sich nur dem Chinesen Feng Zhe geschlagen geben. Bronze ging an den Franzosen Hamilton Sabot.

Dressur-Equipe gewinnt Silber

Eine goldene Serie ist gerissen, doch die deutschen Dressurreiterinnen feierten ihre Silbermedaille wie einen Olympiasieg. Dorothee Schneider, Kristina Sprehe und Helen Langehanenberg mussten sich im Team-Wettbewerb nur der Equipe aus Großbritannien geschlagen geben, an der einfach kein Weg vorbeiführte und Gold für die Gastgeber errang.

Zuvor hatte die deutsche Dressurmannschaft nach der Silbermedaille 1972 in München bei jedem Olympia-Start Gold gewonnen. "Es war kaum zu erwarten, was die Mädels hier abgeliefert haben", sagte Bundestrainer Jonny Hilberath, als seinem Team Edelmetall nicht mehr zu nehmen war. "Mehr war nicht drin, das Ergebnis ist in Ordnung, die Briten sind fantastisch geritten." Bronze ging an die Niederlande.

Bahnsprinter Levy Zweiter hinter überragendem Hoy

Für die vierte deutsche Silbermedaille des Tages sorgte Bahnradfahrer Maximilian Levy. Der 25-Jährige wurde im Keirin-Wettbwerb Zweiter hinter dem Briten Chris Hoy, der seinen insgesamt sechsten Olympiasieg feierte. Zuvor war Teamsprint-Olympiasiegerin Kristina Vogel an einer weiteren Medaille vorbeigefahren. Im kleinen Finale um Bronze war die Chinesin Guo Shang zweimal zu stark. Vogel wäre die erste deutsche Radsportlerin mit zwei olympischen Medaillen auf der Bahn gewesen.

Steiner muss aufgeben

Sturz von Gewichtheber Matthias Steiner (Foto: REUTERS/Grigory Dukor)

Deutschlands stärkster Mann, Matthias Steiner, stürzt und verletzt sich beim Reißen

Ein Unfall im zweiten Durchgang des Reißens hat Gewichtheber Matthias Steiner bei dem Versuch gestoppt, seinen Olympiasieg von Peking im Schwergewicht erfolgreich zu verteidigen. Zum anschließenden Stoßen konnte er nicht mehr antreten. Steiner verlor die Kontrolle über die 196 Kilogramm schwere Hantel, reagierte aber geistesgegenwärtig und drehte den Kopf blitzschnell unter der fallenden Stange heraus, doch das Gewicht traf in dennoch im Nacken und rollte auf seinen Oberschenkel. Der 29-Jährige musste von mehreren Helfern aus seiner Zwangslage befreit werden. Steiner konnte zwar schnell wieder aufstehen, musste den Wettkampf jedoch beenden. Sein Nachfolger als Olympiasieger ist der Iraner Behdad Salimikordasiabi. Der Doppelweltmeister gewann mit einer Gesamtleistung von 455 Kilogramm (Reißen 208/Stoßen 247).

Keine Medaillen für Triathlet Frodeno und Windsurfer Wilhelm

Im Triathlon-Wettbewerb belegte Jan Frodeno, der Olympiasieger von Peking, den sechsten Rang. Olympiasieger wurde der Brite Alistair Brownlee vor dem Spanier Javier Gomez. Bronze ging an Jonathan Brownlee, den jüngeren Bruder des Goldmedaillen-Gewinners.

Toni Wilhelm hat die erste deutsche Männer-Olympiamedaille im Windsurfen am Schlusstag des Wettbewerbs noch aus der Hand gegeben. Der 29-Jährige belegte in der abschließenden Wettfahrt nur den neunten Platz und rutschte in der Gesamtwertung noch vom dritten auf den vierten Platz ab. Olympiasieger wurde der Niederländer Dorian van Rijsselberg. "Ich bin natürlich tief enttäuscht, so dicht vor der Erfüllung eines langgehegten Traums zu scheitern, aber so brutal ist manchmal der Sport", sagte Wilhelm nach der Rückkehr in den Hafen von Weymouth.

Deutsche Hockey-Männer vorzeitig im Halbfinale

Die deutschen Hockeyspieler standen schon vor ihrem letzten Vorrundenspiel gegen Neuseeland als Halbfinalteilnehmer fest. Die Goldmedaillengewinner von Peking profitierten von der 2:4-Niederlage Südkoreas gegen Gruppensieger Niederlande. Die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes konnte damit nicht mehr von Platz zwei der Gruppe B verdrängt werden. Daran änderte auch das 5:5 (2:4)-Unentschieden gegen die Neuseeländer nichts mehr. Im Halbfinale treffen die Deutschen am Donnerstag (09.08.2012) auf Australien.

In überzeugender Form präsentieren sich weiterhin die deutschen Kanuten. Mit Peter Kretschmer und Kurt Kuschela im Zweier-Canadier und dem deutschen Kajak-Vierer jeweils über 1000 Meter sowie Franziska Weber und Tina Dietze im Zweier-Kajak über 500 Meter zogen drei weitere Boote in die Endläufe ein. Lediglich Katrin Wagner-Augustin scheiterte im Einer-Kajak im Halbfinale. Das Finale, das am Donnerstag ausgefahren wird. Das deutsche Duo setzte sich im Vorlauf auf dem Dorney Lake vor den Booten aus Russland und China durch. Damit haben sich bereits sieben Boote des Deutschen Kanu-Verbands für die Endläufe qualifiziert.

Bolt und Blake souverän ins 200-Meter-Halbfinale

100-Meter-Olympiasieger Usain Bolt aus Jamaika gewann souverän seinen Vorlauf über 200 Meter. Bolt nahm nahm früh das Tempo heraus und war in 20,39 Sekunden trotzdem 14 Hundertstelsekunden schneller als der zweitplatzierte Aldemir da Silva Junior aus Brasilien. Auch der Jamaikaner Yohan Blake, Zweiter über 100 Meter, gewann seinen Vorlauf.

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