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Fußball

Robben schießt Bayern ins Finale

Bayern München erreichte durch einen 1:0-Sieg nach Verlängerung bei Schalke 04 das DFB-Pokalfinale. Die Partie enttäuschte über weite Strecken. Gegner im Finale ist Werder Bremen.

Die Bayern-Spieler Olic und Schweinsteiger kämpfen mit dem Schalker Farfan um den Ball. Foto: AP

Viel Kampf und Krampf

Als alle schon mit einem Elfmeterschießen rechneten, schlug Arjen Robben zu. In der 112. Minute stürmte der Bayern-Angreifer aus den Niederlanden unwiderstehlich über die rechte Seite nach vorn, schlug einen Haken nach links in den Strafraum und schlenzte den Ball an Torwart Manuel Neuer vorbei ins Netz. Das war die Entscheidung in einer Partie, die den großen Erwartungen nicht gerecht wurde.

Wenig Torchancen

Zweikampf zwischen dem Schalker Farfan und dem Münchner van Bommel. Foto: AP

Mit Haken und Ösen: Zweikampf zwischen dem Schalker Farfan und dem Münchner van Bommel

Weder der Tabellenzweite Schalke 04 noch Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München glänzten. Torchancen blieben Mangelware. Beide Teams neutralisierten sich über weite Strecken. In der ersten Halbzeit waren die Münchner überlegen, konnten ihre Chancen aber nicht in Zählbares ummünzen. Die beste Gelegenheit hatte Robben in der zehnten Minute, als er alleine auf das Schalker Tor zulief. Neuer parierte glänzend.

Bundestrainer Löw auf der Tribüne im Gelsenkirchener Stadion. Foto: AP

Bundestrainer Löw enttäuscht

Die Schalker beschränkten sich darauf zu verteidigen, nach vorne geschah viel zu wenig. Mehr als ein Flachschuss von Alexander Baumjohann in der sechsten Minute war nicht zu notieren. Unter den 61.673 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Gelsenkirchen langweilte sich auch der Bundestrainer. "Ein bisher enttäuschendes Spiel", fand Joachim Löw zur Halbzeit und machte dafür auch die vielen Löcher im Rasen verantwortlich. "Es ist eine Zumutung, so einen Platz anzubieten."

Bloß keine Fehler machen

Trainer Magath gestikuliert erbost. Foto: AP

Schalkes Trainer Magath regte sich mehr als einmal auf

In der zweiten Halbzeit starteten die Schalker mutiger, hatten innerhalb weniger Minuten drei gute Chancen. Doch dann verflachte die Partie erneut. Beide Teams riskierten kaum etwas, beschränkten sich vielmehr darauf, Fehler zu vermeiden. So stand es fast zwangsläufig nach 90 Minuten 0:0. Es ging in die Verlängerung. Und das torlose Remis hätte wohl auch nach 120 Minuten Bestand gehabt, wäre da nicht die Energieleistung Arjen Robbens gewesen. Der Torjäger aus den Niederlanden machte den Unterschied aus. "Unser Sieg war verdient", meinte Bayern-Trainer Louis van Gaal nach dem Spiel. "Bis auf die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit waren wir immer überlegen und haben die Partie kontrolliert." Sein Schalker Kollege Felix Magath sah das ein wenig anders. In den ersten 45 Minuten habe seine Mannschaft zu ängstlich gespielt, in der zweiten Hälfte aber "waren wir ebenbürtig. Damit bin ich sehr zufrieden. In der Verlängerung war es eine Einzelaktion von Robben, die das Spiel entschieden hat." Im Finale am 15. Mai in Berlin trifft Bayern München auf Werder Bremen.

Verdienter Sieg gestresster Bremer

Bremens Torschütze Marko Marin. Foto: ap

Marko Marin brachte Bremen in der 30. Minute in Führung

Der Titelverteidiger hatte am Dienstag das Ticket fürs Finale gelöst. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf gewann gegen den Zweitlisten FC Augsburg mit 2:0 (1:0). "Wir können stolz sein, dass wir wieder nach Berlin fahren. Das ist eigentlich unglaublich, aber die Mannschaft ist am Limit. Das hat man heute gemerkt", sagte Schaaf mit Blick auf die Dreifachbelastung der Bremer in Bundesliga, Europa League und DFB-Pokal. Die Tore vor 32.000 Zuschauern im Weserstadion erzielten Marko Marin in der 30. und Claudio Pizarro in der 84. Minute. Die Augsburger zeigten nur in Ansätzen, warum sie sich in den Vorrunden den Ruf des Pokalschrecks erarbeitet hatten. Immerhin hatten sie mit dem SC Freiburg und dem 1. FC Köln zwei Bundesligisten aus dem Rennen geworfen. Ihre beste Möglichkeit hatten die Gäste in der 41. Minute, als Torjäger Michael Thurk den Innenpfosten des Bremer Tors traf, der Ball von dort wieder ins Feld zurücksprang. "Wir wussten, dass wir das nötige Quäntchen Glück brauchen, um ins Finale gekommen", fand Augsburgs Trainer Jos Luhukay. "Bei der Chance von Thurk hat uns das gefehlt. Am Ende hat Werder aber verdient gewonnen." Die Bremer stehen damit bereits zum zehnten Mal im Endspiel, sechsmal holten sie den Cup. Rekordpokalsieger aber sind die Münchner Bayern, die bisher 14 Mal triumphierten.

Autor: Stefan Nestler
Redaktion: Calle Kops

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