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Kultur

"Rita" schwächt sich auf Stufe 2 ab

Der Hurrikan an der Südküste der USA hat an Kraft verloren. Doch in den betroffenen Gebieten muss weiter mit Sturmfluten und massiven Überschwemmungen gerechnet werden. Angaben über Opfer und Schäden gibt es noch nicht.

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Sturm und Regen bringen auch Feuer

Wirbelsturm "Rita" hat sich abgeschwächt und ist zu einem Hurrikan der Stufe 2 herabgestuft worden. Bei Tagesanbruch in den Katastrophengebieten an der US-Golfküste lagen die Windgeschwindigkeiten am Samstag (24.9.2005) noch bei 160 Kilometern in der Stunde. Zugleich gab es erste Hinweise auf schwere Überflutungen an der Grenze zwischen Texas und Louisiana.

Setzt sich "Rita" fest?

Ed Rappaport vom Hurrikan-Zentrum in Miami sagte, vor allem im Südwesten von Louisiana sei praktisch den ganzen Tag über noch mit Sturmfluten zu rechnen. Sorge bereite auch, dass sich "Rita" - wenn auch dann nur noch ein Tropensturm - voraussichtlich für zwei Tage im Grenzgebiet von Texas, Arkansas und Oklahoma festsetzen werde. Hier drohten bei heftigen Niederschlägen in manchen Gebieten massive Überschwemmungen. In den Städten Houston, Galveston und an anderen Orten löste die Naturkatastrophe ein mehrere Feuer aus.

Hurrikan Rita Satellitenbild

Satellitenbild von Hurrikan 'Rita', nachdem er am frühen Samstagmorgen die Golfküste getroffen hat.

Berichte über Schäden an Ölraffinerien, wie sie befürchtet worden waren, lagen zunächst nicht vor. Für Einschätzungen sei es aber noch zu früh, sagte der amtierende Chef der US-Behörde für Katastrophenmanagement, David Paulison, dem US-Sender CNN. Paulison erklärte, die Gouverneure der betroffenen Staaten hätten ihm am Morgen in Telefongesprächen versichert, sie seien mit der Bundeshilfe im Vorfeld von "Rita" zufrieden. Es sei alles getan worden, "was möglich ist". Während des Hurrikans "Katrina" im Süden der USA vor vier Wochen hatte es massive Kritik an der Hilfe aus Washington gegeben.

Notstand in Texas und Louisiana

Das US-Gesundheitsministerium hat den Notstand in den Bundesstaaten Texas und Louisiana ausgerufen. Damit können Städte und Krankenhäuser mit Bundeshilfen beliefert werden. "Wir mobilisieren alle unsere Kapazitäten, um den Opfern eines weiteren großen Sturms zu helfen", erklärte Gesundheitsminister Mike Leavitt in Washington.

Das strategische Zentrum für Medikamente wurde in Alarmbereitschaft versetzt, damit medizinische Ausrüstung bei Bedarf so schnell wie möglich in die Hurrikangebiete geliefert werden kann. Die US-Gesundheitsbehörde entsandte vier Teams mit jeweils 20 Mitarbeitern in die Region. Diese sollten eine erste Bilanz möglicher sanitärer Probleme erstellen.

200 Kilometern pro Stunde schnell

Um kurz nach 3.30 Uhr Ortszeit (9.30 Uhr MESZ) war der Hurrikan "Rita" mit starken Regenfällen und Winden an der Golfküste der Vereinigten Staaten auf Festland getroffen. Das Auge des Wirbelsturms habe die Küste am frühen Samstagmorgen im texanischen Sabine Pass erreicht, teilte das Nationale Hurrikanzentrum in Miami mit. In seinem gefährlichsten Bereich um das Auge herum hatte der Sturm Windgeschwindigkeiten von rund 200 Kilometern pro Stunde. (kap)

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