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Aktuell Amerika

Riesiges Interesse an Trauerfeier für Box-Legende Muhammad Ali

Binnen einer Stunde waren die Eintrittskarten für Gedenkfeier in Louisville vergeben. Muhammad Ali wird am Freitag im Beisein von viel Prominenz in seiner Heimatstadt beigesetzt. Ein wichtiger Gast aber wird fehlen.

Alle wollen dabei sein, wenn er geht. Bereits im Morgengrauen bildeten sich lange Schlangen vor den Ticketschaltern. Viele Fans hätten die ganze Nacht lang vor der Arena angestanden, berichteten die Wartenden. Insgesamt 15.000 kostenlose Eintrittskarten hatte Louisville seinen Bürgern bereitgestellt - jeweils vier Tickets pro Person konnten sich die Einwohner der Stadt im US-Staat Kentucky abholen.

Abschied nehmen über zwei Tage

Bereits am Donnerstag werden die offiziellen Feierlichkeiten mit einem sogenannten Janazah, einem muslimischen Totenritual, eröffnet. Der Janazah ist offen für Menschen aller Religionen, ganz im Sinne von Ali, der sich bis zuletzt für Versöhnung und Gemeinschaft stark gemacht hat.

Am Freitag will Louisville ihrem größten Sohn einen würdigen Abschied bereiten. Nicht nur in der Heimatstadt der US-Box-Legende, im ganzen Bundesstaat Kentucky wird auf Halbmast geflaggt sein. Am Morgen beginnt der Trauerzug durch die Innenstadt. Der Leichenwagen mit Alis Sarg wird all die Stellen anfahren, die im Leben des Champions eine Rolle spielten. Auf dem Cave Hill Cemetery wird Ali anschließend im Kreis seiner Familie nach muslimischem Ritual beigesetzt werden. Hollywood-Star Will Smith, der für die Titelrolle in dem Blockbuster 'Ali' 2001 für den Oscar nominiert wurde, und der einst weltbeste Schwergewichtsboxer Lennox Lewis (Bild links), gehören zu den Sargträgern.

Obama kommt nicht zur Trauerfeier

Danach beginnt die große Trauerfeier in der Sportarena - unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen, denn zu ihr haben sich hohe Würdenträger aus Politik, Sport und Unterhaltungsbranche angesagt.

Lennox Lewis und Muhammad Ali (Foto: dpa)

Lennox Lewis und Muhammad Ali bei der Verleihung der BBC-Preise "Sportpersönlichkeit des Jahres" im Jahr 1999

Mehr als 2000 zusätzliche Sicherheitskräfte wurden nach Louisville abkommandiert. Unter anderem werden der frühere US-Präsident Bill Clinton sowie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erwartet. US-Präsident Barack Obama aber kommt nicht zur Trauerfeier. Er nimmt mit seiner Frau Michelle an der gleichzeitig stattfindenden High-School-Abschlussfeier seiner Tochter Malia in Washington teil.

cw/ml (dpa, sid, afp)