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Wissenschaft

Riesiger Eisberg treibt durch die Antarktis

In der Westantarktis hat sich ein gigantischer Eisberg gelöst und treibt nun umher. Die Eismasse soll siebenmal so groß sein wie Berlin und erst in einigen Jahren schmelzen.

Antarktis - Larsen C - Eisberg bricht ab (Reuters/NASA's Goddard Space Flight Center)

Seit Monaten wurden im Eis Risse bemerkt - jetzt ist es zum Abbruch gekommen

Der Abbruch war von Wissenschaftlern bereits vorhergesagt worden. Nun ist er tatsächlich passiert. In der Westantarktis hat sich vom Larsen-C-Schelfeis ein riesiger Eisberg gelöst. Nach Einschätzung des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung ist der Eisgigant fast siebenmal so groß wie die Stadt Berlin. Er treibe nun nach Norden. Erst in zwei bis drei Jahren sei das Eis geschmolzen.

 

Laut den Experten misst der Eiskoloss eine Länge von 175 Kilometern und ist bis zu 50 Kilometer breit. Damit handele es sich um einen der größten Eisberge, den Wissenschaftler in den letzten drei Jahrzehnten registriert haben.

Wissenschaftler der britischen Universität von Swansea haben berechnet, dass er etwa eine Billion Tonnen schwer ist. Die Ablösung der Eismassen, die als Folge des Klimawandels gilt, könnte das Eisschelf Larsen C destabilisieren. Dadurch würden riesige Wassermassen freigesetzt. Wenn alle von Larsen C aufgefangenen Gletscher ins Meer flössen, würde der weltweite Meeresspiegel um etwa zehn Zentimeter steigen, warnten die Forscher.

wo/ww (dpa, afp)

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