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Aktuell Europa

Riesiger deutscher Soldatenfriedhof eingeweiht

Nahe Smolensk ist der größte deutsche Soldatenfriedhof in Russland eingeweiht worden. Bis zu 70.000 Kriegstote sollen dort ihre letzte Ruhestätte finden. Die Gedenkansprache hielt Verteidigungsminister de Maizière.

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (links) und Reinhard Führer, Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, bei der Einweihung des Deutschen Soldatenfriedhofs in Duchowschtschina bei Smolensk in Russland (Foto: dpa)

Einweihung Deutscher Soldatenfriedhof

68 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat Verteidigungsminister Thomas de Maizière nahe der westrussischen Stadt Smolensk einen Friedhof für 70.000 deutsche Soldaten eingeweiht. Der Friedhof sei ein "Prediger des Friedens", weil er künftigen Generationen sichtbar mache, welchen Preis Völker für den Krieg zahlen müssten, sagte der Minister. Unter den Gästen waren auch Hinterbliebene der Gefallenen. Das etwa fünf Hektar große Gelände soll der weltgrößte deutsche Soldatenfriedhof werden.

Granitpfeiler erinnern in Duchowtschina rund 400 Kilometer westlich von Moskau an die Toten. Nur jeder zweite von ihnen ist bisher namentlich identifiziert. Die Überreste der Soldaten waren bisher in ganz Russland in Einzel- oder Massengräbern verstreut. Während der Gedenkveranstaltung wurde auch der 500.000. Kriegstote beigesetzt, den der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge seit 1992 in Russland geborgen hat. Noch immer sind die Grabstätten Zehntausender Gefallener unbekannt.

Viele tote Soldaten bleiben verschollen

Während des Zweiten Weltkriegs sind auf dem Gebiet der damaligen Sowjetunion etwa 2,2 Millionen Wehrmachtsangehörige gefallen. De Maizière erinnerte daran, dass viele wohl niemals geborgen werden könnten. Er traf auch seinen russischen Amtskollegen Sergej Schoigu.

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere legt auf dem Soldatenfriedhof bei Smolensk einen Kranz nieder (Foto: dpa)

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere legt auf dem Soldatenfriedhof bei Smolensk einen Kranz nieder

Anlässlich der Gedenkzeremonie erklärte der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig: "Die Einweihung des letzten Soldatenfriedhofes für deutsche Gefallene des Zweiten Weltkrieges in Russland ist ein besonderes Zeichen der Versöhnung. Auch fast siebzig Jahre nach Kriegsende werden noch immer zehntausende Gefallene jährlich geborgen und viele Familien erhalten erst dann Gewissheit über den Verbleib ihrer Angehörigen."

kle/ml (dpa, www.cducsu.de)

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