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Kunst

Riesige Totenstadt im bulgarischen Perperikon freigelegt

Hier siedelten Römer, Goten, Byzantiner und Bulgaren. Bis in die Steinzeit reicht die Geschichte der Felsenstadt, Menschen aus mehreren Epochen wurden hier begraben. Nun haben Archäologen einen Sensationsfund gemacht.

Blick auf die Stadt Perperikon mit Menschen, die archäologische Arbeiten vollziehen. (Foto: picture-alliance/dpa)

2003: Mitarbeiter einer archäologischen Expedition reinigen in Perperikon den Tempel des Dionysos

"Die Nekropolis war derart populär, dass die Menschen buchstäblich aufeinander bestattet wurden", sagte der renommierte bulgarische Archäologe Nikolaj Owtscharow am Dienstag dem privaten bulgarischen Fernsehsender bTV. Gemeinsam mit seinem Team hat er in der auf Naturfelsen angelegten antiken Stadt Perperikon eine riesige Grabstätte freigelegt.

Die bis zu vier Schichten von Grabkammern wurden durch Steinplatten voneinander getrennt. In den Gräbern fanden die Archäologen persönliche Gegenstände der Toten sowie Schmuck. Ein Ohrring kam vor laufender bTV-Kamera zu Tage. 

Blick hinunter von Perperikon auf den Fluss Perperischka. (Foto: Getty Images/AFP/D. Dilkoff)

Perperikon liegt im Tal des Flusses Perperischka

Neben der Bischofsbasilika auf dem 470 Meter hohen Felsberg seien Menschen aus mehreren Epochen beigesetzt worden, so Owtscharow. Sowohl die Römer als auch die Goten, Byzantiner und Bulgaren besiedelten die rund 250 Kilometer südöstlich von Sofia gelegene Felsenstadt.

Dank der 18 Jahre andauernden Ausgrabungen ist Perperikons Geschichte bis in die Kupferzeit nachvollziehbar. Die antiken Thraker hatten eine heilige Stätte auf dem Felsberg. Für sie war Perperikon städtisches Zentrum und religiöser Mittelpunkt zugleich. Im Mittelalter errichteten die Bulgaren ein mittelalterliches Schloss auf dem Felsberg. 

Für Archäologen ist die Felsenstadt wegen ihres thrakischen Tempels und aufgrund der größten steinzeitlichen Siedlung auf dem Balkan von großer Bedeutung.

cp/bb (dpa, sofiaglobe.com) 

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