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Kultur

Riesendiamant "Pink Star" für 71,2 Millionen Dollar versteigert

Das Auktionshaus Sotheby's hat einen neuen Rekord zu vermelden: Den Verkauf des teuersten jemals versteigerten Diamanten. Dabei wurde der "Pink Star" nicht zum ersten Mal angeboten.

Der Honkonger Ableger des Auktionshauses Sotheby's pries den Stein an. Ursprünglich wog der pinkfarbene Riese 132,5 Karat und stammt aus einer Diamantenmine in Südafrika. Gefunden wurde er 1999. Zwei Jahre hat der Schliff gedauert - herausgekommen ist ein 59,6 Karat schwerer Edelstein, der als der größte und edelste pinkfarbene Diamant gilt. 

Das Startgebot lag bei 56 Millionen US-Dollar. Bereits nach fünf Minuten fiel der Hammer. Unter großem Applaus im Saal ging der Stein für 71,2 Millionen Dollar (66,7 Millionen Euro) an einen telefonischen Bieter. 

Rohdiamant Lesedi La Rona (Getty Images/D. Bowers/Sotheby's)

So groß ist ein Rohdiamant mit etwa 1.100 Karat.

Keine Premiere für den "Pink Star"

Der Stein wurde 2013 bei Sotheby's in Genf schon einmal versteigert. Damals bot ein Käufer 83 Millionen Dollar. Allerdings hatte sich der Käufer wohl übernommen - Sotheby's musste den Stein zurücknehmen. Wenn der aktuelle Käufer nun zahlt, hat der "Pink Star" einen neuen Rekord erreicht - als teuerster jemals versteigerter Diamant. Der bisherige Rekord lag bei 57,54 Millionen Dollar: Im Mai 2016 wurde für diesen Preis der blaue Diamant "Oppenheimer Blue" versteigert.

Die größten Diamanten hat die Queen

Das britische Königshaus verfügt gleich über mehrere Diamanten der Superlative. So stammen gleich neun Diamanten vom 3.106 Karat schweren "Cullinan" - dem größten jemals gefundenen Rohdiamanten. Der wurde in 105 Steine aufgespalten; die größten gehören zu den britischen Kronjuwelen, darunter der "Stern von Afrika" mit 530 Karat und der "Kleine Stern von Afrika" mit 317 Karat. Zusammen sind sie mehr als eine halbe Milliarde Dollar wert.

Großbritannien Koh-i-Noor-Diamant in der Krone von Queen Mother Elizabeth (picture-alliance/AP Photo/File)

Vor 30 Jahren erhob Pakistan Anspruch auf den Koh-i-Noor. Die britische Replik: "Wir haben ihn, und wir behalten ihn."

Unschätzbar ist der Wert des "Koh-i-noor" (Berg des Lichts), der aus Indien stammt und seit seiner ersten Erwähnung im 14. Jahrhundert eine abenteuerliche Reise hinter sich hat. Die Geschichten, die sich um ihn ranken, klingen wie die Märchen aus 1001 Nacht. Bis schließlich die britische Kolonialmacht in den Besitz des Steins gelangte. 1850 ist er aus der früheren britischen Kolonie als Geschenk an Königin Victoria nach England gebracht worden. Mit einer Größe von 108 Karat steckt er an der Krone von Queen Elizabeth, der Mutter der heutigen Queen, und wird im Tower aufbewahrt.

Der größte geschliffene Diamant der Welt trägt den Namen "The Golden Jubilee". Er wiegt 545 Karat und befindet sich in Privatbesitz. Trotz seines hohen Gewichts wird er nur auf 12 Millionen Dollar geschätzt. 

sw/nf (dpa/afp)