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Kultur

Riesenbuddhas von Bamijan sollen wiederauferstehen

Im März diesen Jahres wurden die Buddha-Statuen von Bamijan in Afghanistan von den Taliban zerstört. Nun sollen die Riesen von Bamijan wiedererstehen. Der Impuls dazu kommt aus der Schweiz.

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Vor dem Bildersturm

Die Riesenbuddhas von Bamijan zählten bis zum Einmarsch der Sowjetarmee zu den beliebtesten Touristenzielen Afghanistans. Von Kabul aus waren sie in einer Tagesfahrt bequem zu erreichen. Und wer auf dem Landweg von Europa nach Indien reiste, der kam hier ohnehin ganz in der Nähe vorbei. Die beiden Buddhas, von denen der eine 53 Meter, der andere 34 Meter hoch war, beeindruckten nicht nur durch ihre Monumentalität, sie sind auch kulturgeschichtlich von ungeheurem Interesse, denn in ihnen kommen und Ost und West, Asien und Europa zu einer einmaligen Synthese zusammen. Paul Bucherer, Leiter des Afghanistan-Instituts in Basel:

Schmelztiegel der Kulturen

"Die einzige wirkliche Eroberung des Landes wird von vielen Leuten als der Eroberungszug Alexander des Großen gesehen vor 2300 Jahren, der wirklich eine wesentliche Umgestaltung gebracht hat. Es war ein Schmelztiegel der Kulturen."

Viele der Künstler, die Alexander der Große mitgebracht hatte, siedelten sich in Bamijan an. Hier trafen sie auf buddhistisches Gedankengut. Der Buddhismus hatte sich von Indien aus als reine Wortreligion verbreitet. Künstlerische Gestalt aber erhielt er erst durch griechische Künstler in Afghanistan.

"Diese hellenistischen Künstler haben eigentlich das Bild Buddhas geschaffen. Vorher gab's keine bildliche Darstellung Buddhas. Und das ist so wesentlich, ist so entscheidend, dass dieses Zusammentreffen ein einmaliges Bindeglied zwischen Europa und Asien darstellt."

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