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Kultur

Riesenüberraschung beim Schlager-Grand-Prix

Mit krachendem Monsterrock hat Finnland den 51. Grand Prix gewonnen. Die als Monster verkleideten Musiker der Rockband Lordi sicherten sich in Athen den Sieg vor Russland und Bosnien-Herzegowina.

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Alles Schlager, oder was?

Mit Freudenfeiern in zahllosen Kneipen, Clubs und Privatwohnungen hat Finnland in der Nacht auf Sonntag den ersten Sieg beim 51. Eurovision Song Contest in Athen bejubelt. Nach dem überlegenen ersten Platz der Monsterrocker Lordi mit "Hardrock Hallelujah" seien bei strömendem Regen und Kälte in Helsinki nur wenige hundert Menschen auf die Straße geströmt, meldete der Rundfunksender YLE. Dafür hätte der martialische Siegersong nach Polizeiangaben aber überall im Land bei Partys bis zum Morgen aus den Häusern gedröhnt.

Auch in Lordis Heimatstadt Rovaniemi in Lappland nördlich vom Polarkreis blieb es auf den Straßen ruhig. Die mit schaurigen Monstermasken und heulenden Gitarren auftretende Heavy-Metal-Band hatte das größte europäische Schlagerfestival mit haushohem Vorsprung gewonnen.

Lordi - Grossbild

Das Ende von Pop und Balladen?

Romantik auf dem zweiten Platz

Der smarte Dima Bilan holte für Russland den 2. Platz

"Ich bedanke mich bei allen Hard-Rock-Fans und allen Zuschauern, die nicht engstirnig sind", meinte Lordi nach dem Sieg. Er und seine Band trugen auch bei der Sieger-Pressekonferenz ihre Monstermasken und weigerten sich hartnäckig, sie abzunehmen. "Diese Masken sind unsere Identität. Wir werden sie nie absetzen." Sie seien keine Satanisten oder Teufelsanbeter, sondern hätten einfach nur ihren "Spaß". Mit ihrem Triumph sehen sie eine neue Grand-Prix-Ära heraufziehen. "Dieser Sieg ist nicht nur ein Sieg Finnlands, sondern ein Sieg der Rockmusik. Ein Sieg einer Minderheit", sagte er. Wir haben allen gezeigt, dass die Zeiten sich geändert haben. Es gibt eben nicht nur Balladen und Pop."

Nett, Freundlich, Belanglos

Nett, freundlich, belanglos - damit konnte Deutschland nur einen Mittelfeldplatz erobern

Die als Geheimfavorit gehandelte deutsche Band Texas Lightning kam mit dem Country-Song "No No Never" nur auf Platz 15. Die Gruppe zeigte sich nach dem Wettbewerb nicht allzu enttäuscht: "Wir hatten ein so schöne Zeit in Athen. Für jeden Musikanten ist es etwas Tolles, hier dabei zu sein." (kas)

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