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Kultur

Richard Rorty ist tot

Der amerikanische Philosoph und Kulturwissenschaftler Richard Rorty ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Wie die Stanford-Universität auf ihrer Internetseite mitteilte, erlag der emeritierte Professor bereits am Freitag im kalifornischen Palo Alto einem Krebsleiden. Rorty galt als einer der einflussreichsten zeitgenössischen Denker.

Der am 4. Oktober 1931 in New York geborene Rorty wurde besonders als Vertreter des neuen amerikanischen Pragmatismus bekannt. Er wandte sich gegen einen Wahrheitsanspruch der Philosophie und sorgte immer wieder durch selbstironische und provokante Texte für Diskussionen. Zuletzt verurteilte er scharf den US-Einmarsch im Irak und forderte Europa auf, die Rolle eines Weltpolizisten zu übernehmen. Die USA seien moralisch nicht in der Lage, diese Aufgabe zu erfüllen. Rorty litt den Angaben seiner Frau zufolge an Bauchspeicheldrüsenkrebs.