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Politik

Rice fordert entscheidende Reformen der UN

Die jüngsten Skandale der Vereinten Nationen (UN) scheinen Condoleezza Rice Recht zu geben: Sie prophezeit einen massiven Verlust an internationaler Bedeutung, sollten keine grundlegenden Neuerungen eingeleitet werden.

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Die US-Außenministerin Condoleezza Rice hat eine Reform der Vereinten Nationen als entscheidend für die künftige Bedeutung der Organisation bezeichnet. Wenn die UN in der
internationalen Politik weiterhin eine wichtige Rolle spielen
wollten, müssten ihre Unterorganisationen, das Sekretariat und das Management umstrukturiert werden, sagte Rice am Freitag (15.4.2005) in Washington vor amerikanischen Zeitungsverlegern: "Es ist kein Geheimnis, dass die Vereinten Nationen ohne eine Reform als wichtige Kraft der internationalen Politik nicht überleben wird." Rice forderte eine ehrliche Analyse der Arbeit der Organisation, nur so könne die die UN eine starke internationale Rolle spielen, berichtet BBC World. Diese Rolle sei ausdrücklich gewünscht, gab Rice zu verstehen.

Rice verwies auf die jüngsten Skandale beim Programm Öl für Lebensmittel und bei den Friedenstruppen im Kongo. Sie kritisierte, dass der Sudan in der Menschenrechtskommission der UN sitzen dürfe. Dort töteten arabische Milizen mit Unterstützung der Regierung in den vergangenen Monaten etwa 180.000 Menschen. Zwei Millionen Menschen flüchteten aus ihren Häusern.

John R. Bolton

John R. Bolton

Die Ministerin erklärte, sie habe mit John R. Bolton bewusst einen Kritiker der Vereinten Nationen zum amerikanischen UN-Botschafter ausgewählt. Die UN diskutierten derzeit Reformen, wie sie Bolton schon in der Vergangenheit gefordert habe. Ein Ausschuss des US-Senats wird wahrscheinlich in der kommenden Woche über Boltons Nominierung abstimmen. (kas)

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  • Datum 16.04.2005
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