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Veranstaltungen

Revolution in der Warteschleife

Funktioniert eine Revolution über das Internet – wie es in der arabischen Region möglich war – auch in China, Russland und Iran? Dies war Thema eines DW-Panels auf der re:publica am 4. Mai.

Ein Panel am Freitag, 4. Mai, auf der re:publica beschäftigte sich mit der Frage: „Revolution on Hold: China, Iran, Russia – Where Do Revolutionary Ideas Catch On?“.

Ein Panel am Freitag, 4. Mai, auf der re:publica beschäftigte sich mit der Frage: „Revolution on Hold: China, Iran, Russia – Where Do Revolutionary Ideas Catch On?“.

Weltweit gehen Menschen auf die Straßen, protestieren gegen autoritäre Regime, fordern politischen Wandel und persönliche Freiheit. In Ägypten und Tunesien haben sie es geschafft, ihre Regierungen zu stürzen. In anderen Ländern herrschen weiterhin Bürgerkrieg und Unterdrückung.

Warum funktioniert die Web-Revolte nicht überall? Um diese Frage zu beleuchten, hat die Deutsche Welle unter anderem den chinesischen Blogger Isaac Mao, Jurymitglied des internationalen Blog-Awards The BOBs der DW, eingeladen. Er gilt als der „blog father“ in China – als einer der Ersten nutzte er das Web, um Missstände in seinem Land öffentlich zu machen.

Mit ihm auf der Bühne war Arash Abadpour aus dem Iran. Er schreibt seit Jahren von Kanada aus über die persische Blogosphäre. Sein Blog gehört zu den 20 am meisten gelesenen persischen Blogs im Internet. Auch Markus Löning (FDP), Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung, diskutierte sowie Mathis Winkler von der DW Akademie, der als Trainer für Online-Journalismus oft in Russland unterwegs ist.

Der chinesische Blogger Isaac Mao

Der chinesische Blogger Isaac Mao

Bestandsaufnahme: In China wird das Internet flächendeckend kontrolliert. Isaac Mao erzählt, dass es eine ganze Armada von Netzkontrolleuren gibt, die den chinesischen Internet-Verkehr nach bestimmten Schlüsselwörtern absuchen.

Iran hat sich in Sachen Überwachungstechnik einiges von China abgeguckt, sagt Arash Abadpour. Blogger gebe es zwar, doch die würden von der Regierung als vom Westen infiltrierte Kollaborateure bezeichnet. Um kritische Netzaktivitäten vollends zu unterbinden, arbeitet das Regime daran, ein eigenes Internet, das sogenannte „Halal Internet“ (Sauberes Netz) aufzubauen. Ein so aufwändiger technischer Eingriff sei ihnen durchaus zuzutrauen, meint Abadpour: „Theoretisch können sie das Netz abschalten, ein Intranet, abgeschottet von der Außenwelt schaffen. Sie können das Web auch extrem langsam machen. Das ist aber sehr teuer, leisten können sie sich das nicht.“

In Russland, so Mathis Winkler von der DW Akademie, gebe es im Netz eigentlich keine Einschränkung. Die Regierung habe sich eher auf die kommerziellen Medien konzentriert. Jeder könne sagen, was er will, bekomme aber keine Sendezeit im Fernsehen. So werde die kritische Masse natürlich nicht erreicht.

Lesen Sie hier den ausführlichen Artikel.

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Martina Bertram

T +49.228.429-2055 martina.bertram@dw.com