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Kultur

Rettende Früherkennung

Rund 250.000 Menschen in Deutschland leiden an der heimtückischen Parkinson-Krankheit. Oft werden die Frühsymptome nicht erkannt oder falsch behandelt. Aufklärung tut Not.

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Rechtzeitig und zielsicher untersuchen hilft heilen

Berühmte Parkinson-Patienten wie der ehemalige Boxchampion Muhammed Ali oder Schauspieler Michael J. Fox zeigen, dass diese Krankheit vor keinem Halt macht. Und die Betroffenen werden immer jünger. Obwohl die Mehrzahl der Patienten über 65 Jahre alt ist, steigt die Zahl der Betroffenen unter 40 Jahren an. Das sind zehn Prozent aller Kranken, bei denen die Diagnose Parkinson festgestellt wurde. Und diese Zahl, so schätzen Mediziner, liegt immerhin bei 250.000 bis 300.000 Betroffenen in Deutschland.

Falsche Diagnosen

Alarmierende Zahlen, auf die der deutsche Parkinson-Tag einmal im Jahr zum Geburtstag des Mediziners und Entdeckers der Krankheit James Parkinson aufmerksam machen will. Nur die Hälfte der Betroffenen erhielten die richtige Behandlung, so Wolfgang Götz von der Deutschen Parkinson-Vereinigung (DPV). Und das hat viele Gründe: Die Beschwerden werden oft nicht ernst genommen und irrtümlich als Rückenschmerzen abgetan oder als Rheuma interpretiert. Hinzu kommt, dass die Krankheit bei jedem Patienten anders verläuft.

Bei ersten Anzeichen zum Arzt!

Typische Symptome sind schmerzhafte Muskelversteifungen, schwerfällige Bewegungen und das bekannte unkontrollierte Zittern (Tremor). Hinzu kommen Veränderungen des Schriftbildes oder eine ausdruckslose Mimik. Die Stimme wird monoton, leise oder stockend. Die Ärzte tun sich schwer mit den nötigen Therapien, viele Praxen können mit der medizinischen Entwicklung nicht Schritt halten, so die Deutsche Parkinson-Vereinigung.

Kampf gegen Tabuisierung

Die DPV kämpft seit Jahren gegen die Tabuisierung der Krankheit in der Gesellschaft. Morbus Parkinson werde oft fälschlicherweise als eine Geisteskrankheit angesehen, weshalb sich Betroffene und Angehörige oft scheuten, die Erkrankung zuzugeben. Die Ursache des Leidens, das auch als Schüttellähmung bezeichnet wird, ist immer noch ungeklärt. Verursacht werden die Beschwerden von einem Mangel des Überträgerstoffs Dopamin im Gehirn, der durch Absterben von Nervenzellen entsteht. Erste Krankheitssymptome treten auf, wenn rund 70 Prozent der Nervenzellen zerstört sind.(pt)

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