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Amerika

Republikaner auf Kandidatensuche

Die Republikaner suchen ihren Obama-Herausforderer. Bei einer inoffiziellen Vorwahl gewinnt die Abgeordnete Michele Bachmann. Aber auch der Gouverneur von Texas, der Konservative Rick Perry, will US-Präsident werden.

Michele Bachmann (Foto: dapd)

Michele Bachmann triumphiert

Ein Jahr vor der US-Präsidentenwahl bringen sich die Herausforderer von Amtsinhaber Barack Obama in Stellung. Bei einer inoffiziellen Vorwahl der Republikaner, die am Wochenende (13./14.08.2011) im Bundesstaat Iowa stattfand, gewann die erzkonservative Kongressabgeordnete Michele Bachmann aus Minnesota. Sie bekam 28 Prozent von etwa 17.000 abgegebenen Stimmen. "Das ist der allererste Schritt hin zum Einzug ins Weiße Haus 2012", sagte die 55-Jährige.

Die Präsidentschaft- und Kongresswahlen finden im November 2012 statt. Die Republikaner beginnen Anfang Februar 2012 mit den Vorwahlen, um ihren Präsidentschaftskandidaten zu bestimmen. Wer die Vorabstimmung im ländlichen Iowa, die sogenannte Straw Poll, gewinnt, ist also nicht automatisch Kandidat der Republikaner für die Präsidentenwahl. Allerdings gelten die Verlierer als chancenlos.

Einfluss der Tea Party

Ron Paul (Foto: Gage Skidmo)

Wurde Nummer zwei: Ron Paul

Michele Bachmann ist eine tiefreligiöse Christin und gehört zur Tea-Party-Bewegung, die sich in den vergangenen Jahren als neue konservative Sammlungsbewegung jenseits der Republikanischen Partei etabliert hat. Sie setzt sich unter anderem für niedrigere Steuern ein und will, dass die Bundesregierung in Washington weniger Macht bekommt.

Auf Platz zwei bei der Abstimmung in Iowa kam der Kongressabgeordnete Ron Paul. Er gehört zur Gruppe der Libertarians. Diese machen sich für Rechte des Einzelnen stark. Auf Platz drei kam der frühere Gouverneur des US-Staats Minnesota, Tim Pawlenty. Er kündigte daraufhin am Sonntag vor Anhängern an, seine Kandidatur zurückzuziehen.

Rick Perry kandidiert

Rick Perry (Foto: n37/Globe-ZUMA)

Ein neuer Hoffnungsträger: Rick Perry

Einen symbolischen Erfolg konnte Rick Perry erzielen. Der Gouverneur von Texas kam auf 3,6 Prozent der Stimmen, was insofern bemerkenswert ist, als sein Name gar nicht auf den Wahlzetteln stand. Der Konservative hatte nämlich erst am Wochenende seine Kandidatur bekannt gegeben und gilt als neues Schwergewicht im Kampf um die Macht im Weißen Haus.

Der 61-Jährige ist ein konservativer Hardliner, der auch die Unterstützung der Tea-Party-Bewegung hat: Er gibt sich tief religiös, ist ein Waffennarr, lehnt Abtreibungen und Homoehen ab und ist für die Todesstrafe. Als er am Samstag in South Carolina seine Kandidatur bekannt gab, versprach er, die Steuern zu senken und die Bürokratie abzubauen. "Es ist Zeit, dass Amerika wieder funktioniert", sagte Perry.

Was macht Sarah Palin?

Sarah Palin (Foto: AP)

Kandidiert sie oder nicht? Sarah Palin

Noch bedeckt gibt sich Sarah Palin. Die ehemalige Anwärterin auf die Vize-Präsidentschaft und Ex-Gouverneurin von Alaska ist unter Konservativen beliebt. Sie war zwar nach Iowa gereist, nahm aber nicht an der Abstimmung teil, sondern besuchte eine Landwirtschaftsschau. Dort deutete sie an, bald bekannt geben zu wollen, ob sie kandidieren will: "Praktisch gesehen" gebe es dafür eine Frist bis September, sagte sie vor ihren Anhängern.

Und noch einer fehlte bei der Abstimmung in Iowa: Mitt Romney. Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts, lag bislang in den Umfragen vorn. In Iowa kam er nur auf 3,4 Prozent der Stimmen und lag damit sogar hinter Perry.

Autor: Dirk Eckert (afp, dapd, rtr)

Redaktion: Arne Lichtenberg

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