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Politik

Republik Kongo: Rebellen legen Waffen nieder

24. Dezember 2017

Nach monatelangen Kämpfen in der afrikanischen Küstenregion haben sich Regierung und Rebellen auf eine Waffenruhe geeinigt. Für das Land hatten die Kämpfe desaströse wirtschaftliche Folgen.

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Kongo Rebellen in Brazzaville
Rebellen in Kongo-Brazzaville (Archivbild)Bild: Getty Images/AFP/M. Longari

Nach den seit April 2016 in der Republik Kongo-Brazzaville tobenden Kämpfen zwischen Regierung und Rebellen haben sich beide Seiten auf einen erneuten Waffenstillstand geeinigt. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Rebellen in der umkämpften Region Pool ihre Waffen abgeben und dann mit staatlicher Hilfe wirtschaftlich und sozial in die Gesellschaft reintegriert werden, teilten Vertreter beider Seiten mit.

Kongo Brazzaville Präsidentschaftswahlen Wahllokal Denis Sassou Nguesso
Die Rebellen werfen Präsident Denis Sassou-Nguesso Betrug bei den letzten Präsidentschaftswahlen vorBild: Getty Images/AFP/M. Longari

Eine Friedensvereinbarung aus dem Jahr 2003 zwischen der Regierung des langjährigen Präsidenten Denis Sassou-Nguesso und Rebellenführer Frederic Bintsamou war im April kollabiert, weil die Rebellen aus Protest gegen die Wiederwahl des Präsidenten erneut zu den Waffen griffen. Sassou-Nguesso regiert das Land seit 1979 mit einer Pause von fünf Jahren in den 1990er Jahren. Seine erneute Kandidatur war erst durch ein umstrittenes Referendum ermöglicht worden. Das bis dahin auf 70 Jahre festgesetzte Höchstalter eines Staatschefs sowie die Begrenzung der Amtszeiten wurden aufgehoben. 

Hoffnung auf Frieden und bescheidenen Wohlstand

Für das Land hatten die Kämpfe desaströse wirtschaftliche Auswirkungen: Der Landweg zwischen der im Inland gelegenen Hauptstadt Brazzaville und der Küste mit der Ölmetropole Pointe-Noire war unterbrochen. Wegen der fallenden Ölpreise waren Wirtschaft und Staatsfinanzen des Förderlandes ohnehin in einem schlechtem Zustand. "Der Waffenstillstand ist eine gute Nachricht in einer Zeit, in der die wirtschaftliche Lage nicht sehr gut ist", sagte Regierungssprecher Thierry Moungalla der Nachrichtenagentur AFP.

jv/jj (afp, ap)