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Veranstaltungen

Reporter ohne Grenzen ausgezeichnet

Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) ist mit dem Internationalen Demokratiepreis Bonn ausgezeichnet worden. ROG-Generalsekretär Christophe Deloire hat die Auszeichnung am 18. November in Bonn entgegengenommen.

„Wir würdigen damit eine Organisation, die nicht müde wird, sich für unabhängigen Journalismus stark zu machen", sagte Erik Bettermann, Vorsitzender des Vereins Internationaler Demokratiepreis Bonn, beim Festakt in der Bonner Redoute. Deutschland stehe für Freiheit und Menschenrechte in der Welt und habe großes Interesse daran, weltweit auf diese Werte aufmerksam zu machen, so der ehemalige Intendant der DW weiter. Die Jury hatte sich einstimmig für Reporter ohne Grenzen ausgesprochen.

Christophe Deloire, ROG-Generalsekretär sagte „Reporter ohne Grenzen setzt sich zwar besonders für Journalisten ein, doch gemeint sind letztlich alle Menschen. Denn Pressefreiheit ist ein unveräußerliches Menschenrecht. Und wo die Pressefreiheit unterdrückt wird, werden regelmäßig auch andere Menschenrechte mit Füßen getreten. Deshalb gehören Pressefreiheit und Demokratie, gehören Pressefreiheit und alle anderen Menschenrechte untrennbar zusammen.“

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte in einer Videobotschaft, er sei in Krisenregionen unterwegs, um sich ein Bild von der Lage zu machen. „Das ersetzt aber für mich nicht die Arbeit der unerschrockenen Reporterinnen und Reporter. Sie sind auch dort, wo mancher Mächtige lieber unbeobachtet sein möchte. Sie sind auch dort, wo nicht Worte, sondern Waffen sprechen. Und es ist gut, dass sie dort sind, denn Freiheit und Demokratie brauchen ganz fundamental das offene Wort und den unverstellten Blick. Reporter ohne Grenzen verdient den Internationalen Demokratiepreis deshalb ganz besonders.“ Der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Stephan Steinlein, überbrachte die Glückwünsche des Ministers.

Jürgen Nimptsch, Oberbürgermeister der Stadt Bonn, sagte in seiner Würdigung, in einer Welt, die von Bedrohungen und Konflikten geprägt sei, werde eine mutige Presse mehr denn je gebraucht. Die Arbeit dieser Journalisten ermögliche es, dass sich Menschen in aller Welt, aufgrund von Fakten eine Meinung bilden.

Bisherige Preisträger waren der frühere tschechische Staatspräsident Václav Havel (2009), die iranische Menschenrechtlerin und Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi (2010) und der Präsident der ersten verfassungsgebenden Kommission Tunesiens, Yadh Ben Achour (2012). Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung hat zum Ziel, eine Brücke zwischen den Erfahrungen der Bundesrepublik Deutschland und internationalen Entwicklungen der Demokratisierung zu schlagen.

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Martina Bertram

T +49.228.429-2055 martina.bertram@dw.com