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Aktuell Nahost

Rennen um ägyptische Präsidentschaft hat begonnen

Für die Wahl im Mai können sich die Kandidaten nun registrieren lassen. Als Favorit gilt Ex-Außenminister Mussa. Ende Juni will der Militärrat in Kairo die Macht an das gewählte Staatsoberhaupt abgeben.

Mehr als ein Jahr nach dem Sturz von Ägyptens Langzeitmachthaber Husni Mubarak ist das Rennen um die Präsidentschaft offiziell eröffnet. Seit diesem Samstag können sich die Kandidaten zur Wahl des nächsten Staatschefs registrieren lassen. Mehr als zehn prominente Politiker, Bürgerrechtler und Geistliche haben bereits angekündigt, bei der Abstimmung anzutreten. Sie haben bis zum 8. April Zeit, ihre Kandidatur formell einzureichen.

Muslimbruder Abul Futuh größter Konkurrent

Die größten Chancen werden derzeit dem früheren Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, zugerechnet. Der heute 75-Jährige war unter Mubarak zehn Jahre lang Außenminister. Wegen seiner kritischen Haltung gegenüber Israel ist er in der arabischen Welt äußerst beliebt. 2001 übernahm Mussa den Vorsitz der Arabischen Liga und gab diesen erst im vergangenen Jahr wieder ab. Konkurrenz könnte ihm Abdel Moneim Abul Futuh machen, ein ehemaliges Führungsmitglied der Muslimbruderschaft, die im Parlament die Mehrheit hat. Der Friedensnobelpreisträger Mohammed El-Baradei hatte im Januar aus Enttäuschung über die schleppende Demokratisierung in Ägypten erklärt, nun doch nicht antreten zu wollen.

Abdel Moneim Abul Futuh bei einer Kundgebung in der Stadt Shebeen al-Koum im Februar 2012 (Foto: dpa)

Abdel Moneim Abul Futuh bei einer Kundgebung in der Stadt Shebeen al-Koum im Februar

Gewählt wird am 23. und 24. Mai. Wenn kein Kandidat auf 50 Prozent der Stimmen kommt, gehen die zwei Bestplatzierten Mitte Juni in die Stichwahl. Am 21. Juni soll nach Angaben der Wahlkommission das Ergebnis verkündet werden. Der regierende Militärrat hat zugesichert, bis Juli die Macht an ein gewähltes Staatsoberhaupt zu übergeben.

sti/wl (dapd, dpa)

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