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Automobilbranche

Renault gründet Joint Venture im Iran

Zehn Monate nach der ersten Vereinbarung in Paris haben der Iran und der französische Autobauer Renault einen 660-Millionen-Euro-Deal in Teheran abgeschlossen. Bisher kommt der Automarkt dort kaum in Schwung.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna sollen im Rahmen eines Joint-Ventures im nächsten Jahr 150.000 Autos gebaut werden. Es handelt sich um die Modelle Renault Symbol sowie um den Duster von der Renault-Tochter Dacia. Ab 2019 soll dann die nächste Phase für die Produktion weiterer 150.000 Autos beginnen.

Partner für das neue Joint Venture sind der staatliche Mischkonzern Idro und der Renault-Importeur Parto Negin Naseh. Renault und Idro hatten bereits im vergangenen Jahr ein vorläufiges Kooperationsabkommen geschlossen. Das Geschäft soll Irna zufolge 3000 neue Jobs im Land ermöglichen.

Der Iran gilt als Automarkt mit einem der höchsten Wachstumspotenziale weltweit. Die Verbraucher dort haben nur eine begrenzte Zahl von Automarken zur Auswahl, seit im Zuge der Strafmaßnahmen wegen des iranischen Atomprogramms viele Autobauer das Land verließen.

Seit dem Wiener Atomabkommen mit den Weltmächten 2015 und der Aufhebung der Sanktionen hofft der Iran auf eine Verbesserung seiner angeschlagenen Wirtschaft über größere Joint-Ventures. Trotz Interesse westlicher Firmen können jedoch viele dieser Projekte nicht realisiert werden, weil wegen Sanktionen außerhalb des Atomdeals europäische Großbanken immer damit zögern, Geschäfte zu finanzieren.

ul/hb (dpa, rtr, afp)