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Aktuell Afrika

Renamo kündigt Friedensabkommen

Nach der Einnahme des Renamo-Hauptquartiers durch Regierungstruppen erklären die Ex-Rebellen den historischen Friedensschluss von 1992 für beendet. Droht Mosambik nun ein Rückfall in den Bürgerkrieg?

Nach 21 Jahren hat die ehemalige Rebellenbewegung Renamo das Friedensabkommen in Mosambik aufgekündigt. Ihr Sprecher Fernando Mazanga gab der Regierung die Schuld. Deren Truppen hätten das Renamo-Hauptquartier nahe der zentral gelegenen Stadt Gorongosa angegriffen und eingenommen. Renamo-Präsident Afonso Dhlakama (Foto) hielt sich dort auf, konnte aber in die umliegenden Berge entkommen.

Das Verteidigungsministerium in Maputo bestätigte, dass die Basis Sathundjira eingenommen wurde. Zuvor hätten Rebellen eine Militäreinheit attackiert, hieß es. Die Einnahme des Hauptquartiers "markiert das Ende der Mehrparteiendemokratie" und "das Ende des Friedensabkommens", kritisierte Mazanga. Die Renamo werde nun ihre weitere Strategie beraten. Die Regierung von Staatspräsident Armando Guebuza kommentierte die Renamo-Ankündigung zunächst nicht.

Wichtigste Oppositionspartei

In Mosambik regiert seit der der Unabhängigkeit 1975 die Befreiungsfront von Mosambik (Frelimo). Die bis 1989 marxistisch-leninistische Gruppierung und die antikommunistische Renamo lieferten sich 16 Jahre lang einen blutigen Bürgerkrieg, der mit dem Friedensschluss 1992 beendet wurde. Die Renamo wurde zur wichtigsten Oppositionspartei und hat 51 Abgeordnete in der von der Frelimo dominierten Nationalversammlung.

Seit April ist die Gewalt aber immer wieder aufgeflammt. Für den 20. November sind Regionalwahlen angesetzt. Die Renamo hatte gedroht, diese zu stören, wenn sie nicht angemessen in der Wahlkommission vertreten ist. In Verhandlungen konnte keine Einigung erzielt werden.

det/kle (afp, ape, rtre)

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