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Fußball

René Adler sagt WM-Teilnahme ab

Bundestrainer Joachim Löw will sein vorläufiges Aufgebot für die WM am Donnerstag benennen. Doch derzeit reduziert sich seine Auswahlmöglichkeit von selbst – nun musste Torhüter Rene Adler seine Teilnahme absagen.

Torhüter Rene Adler beim Training (Foto: AP)

Nicht nur Training ist derzeit für Adler tabu

Die Absage von Rene Adler, der von Bundestrainer Joachim Löw als Torhüter Nummer eins für die Fußball-WM in Südafrika eingeplant war, kam letztlich zwar völlig überraschend, hatte sich andererseits aber auch durch Kleinigkeiten angekündigt. So waren zuletzt Bilder eines Oberkörperschutzes veröffentlicht worden, der Adlers verletzte Rippen schützen sollte. Nicht erst angesichts dieses Schutzpanzers hatten sich viele schon gefragt, ob Adler mit seiner Rippenverletzung überhaupt die gewohnte Sicherheit würde aufbringen können.

Der 25-Jährige Keeper von Bayer Leverkusen hatte sich im Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart am 17. April Rippen gebrochen. Er war anschließend operiert worden, gab aber am letzten Wochenende gegen Hertha BSC mit seinem Schutzpanzer sein Comeback. Nach dieser Partie wurde bei einer Nachuntersuchung festgestellt, dass eine erneute Operation unumgänglich ist.

Rene Adler in Aktion (Foto: dpa)

Solche Rettungsaktionen werden wir von Adler bei der WM nicht sehen

Schmerzen und Behinderung zu groß

Daraufhin sagte Adler seine WM-Teilnahme ab, was er als schwerste Entscheidung seines Lebens bezeichnete. Der Schmerz sei so stark, dass er nicht glaube, auf Dauer im Training als auch in den Spielen Bestleistung bringen zu können. Aber, so Adler weiter, bei einem derart langen und intensiven Turnier wie der WM bräuchte es topfitte Spieler.

Kaum lag die Absage von Adler vor, schossen natürlich sofort die Spekulationen ins Kraut, wer nun nachrücken könnte. Dass Manuel Neuer von Schalke 04 nun WM-Torhüter Nummer eins werden wird und Tim Wiese von Werder Bremen auf die 2. Position aufrückt, dürfte klar sein. Und mit dieser Lösung muss man wohl auch sagen, dass der Ausfall von Adler rein sportlich betrachtet kein großer Rückschlag für die Nationalmannschaft ist.

Als Torhüter Nummer drei, der bei der WM ja zudem so gut wie sicher nicht zum Einsatz kommen wird, gibt es gleich mehrere geeignete Kandidaten. Frank Rost vom Hamburger SV und Jörg Butt von Bayern München werfen ihre große Erfahrung und auch eine gute Saison in die Waagschale. Roman Weidenfeller von Borussia Dortmund wäre eine weitere Alternative. Angeblich ist die Entscheidung bereits für Butt gefallen. Offiziell war vom DFB hierzu aber keine Stellungnahme zu hören - die wahrscheinlich auch erst am Donnerstag erfolgen wird.

Vor Adler hatte übrigens auch schon der Leverkusener Simon Rolfes seine Teilnahme abgesagt – allerdings hatte ihn aufgrund seiner monatelangen Verletzungspause wohl eh schon niemand mehr auf der Rechnung.

Autor: Wolfgang van Kann (mit sid,dpa)

Redaktion: Arnulf Boettcher