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Reliquienraub

Reliquie mit Gehirn Don Boscos geraubt

Unbekannte haben eine Reliquie mit dem Gehirn des heiligen Don Bosco in Italien gestohlen. Nach Angaben der Polizei laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.

Die Urne mit den Überresten des Gehirns des katholischen Priesters und Ordensgründers Giovanni Bosco ("Don Bosco") sei aus der Basilika in seinem Heimatort Castelnuovo bei Turin gestohlen worden, berichteten italienische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf den Salesianer-Orden. Den Angaben zufolge wurde die Reliquie bereits am Freitag hinter dem Hauptaltar entwendet. Eine Suchaktion in der gesamten Region brachte bislang keinen Erfolg.

Der Erzbischof von Turin, Cesare Nosiglia, äußerte sich empört über den Vorfall. Es sei ein Zeichen eines "tiefen moralischen Elends", wenn ein Symbol des Glaubens geraubt werde, betonte der Erzbischof in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung. An den oder die Täter appellierte er, die Reliquie sofort und bedingungslos zurückzugeben, um "dieses schmerzliche Kapitel zu schließen". 

Retter für Kinder und Jugendliche in Not

Die Salesianer Don Boscos sind mit 15.300 Mitgliedern die zweitgrößte Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche. Ihr Gründer, der heilige Giovanni Bosco (1815-1888), kümmerte sich in Turin um Kinder und Jugendliche in Not - ein Gedanke, dem sich der Orden auch heute noch verpflichtet fühlt.

1934 wurde Don Bosco heiliggesprochen. Sein eigentliches Grab ist in der Maria-Hilf-Basilika in Turin.

HF/hk (kna, dpa)