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Religiöses - rund um die Welt

Ob die Türkei wegen des Islam der EU beitreten darf? Wie sieht es mit der Religionsfreiheit in China aus? Was hat es mit Mel Gibsons neuem Film auf sich? Nicht nur diese Fragen haben Sie beschäftigt.

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EU-Beitritt der Türkei

Ich war beruflich etwa 100 mal in der Türkei. Ich glaube, ich kann ein Urteil abgeben. Die Türkei ist noch meilenweit von einer wirklichen Demokratie entfernt. Das "Sagen" haben die Militärs, der Zoll u. die Polizei. Korruption ist an allen Stellen zu finden. Mit Geld u. Marlboro sind alle Probleme lösbar. Die Türken fordern Anerkennung sind aber selbst nicht bereit andere Völker, Kulturen u. Religionen anzuerkennen. Selbst wenn der türkische Staat eine Änderung der Umgangsformen mit dem eigenen Volk beschließt, heißt das noch lange nicht, dass das auch beim Volk ankommt. Ich glaube es muss noch eine Weile vergehen, bevor dieses Land Mitglied der EU werden kann.

Achim Ebert

Die Türkei will in die EU, das ist gut. Will die EU aber auch die Türkei? Das ist eine schwere Entscheidung für viele Europäer, aber auch gefährlich. Denn eine Umorientierung der Türkei (nach Osten) ist nicht wünschenswert. Die Islamisten in der Türkei warten nur einen günstigen Moment ab.

Ahmet Erge

Es gibt überhaupt keinen Grund, einem laizistischen Staat, der die politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllt, die Aufnahme in die EU zu verweigern. Dass diese Aufnahme tatsächlich noch Jahrzehnte in der Zukunft liegt, ist allen, vor allem den Türken völlig klar. Dass die Türken zum weitaus größten Teil Moslems sind, kann diese Entscheidung in keiner Weise beeinflussen.

Karl-Heinz Büchner


Nein, die Türkei ist kein europäisches Land. 95% des Landes gehören geografisch zu Asien. Die Menschenrechte werden nicht anerkannt. Trotz einiger positiver Veränderungen gehört das Land nicht zu Europa. Es ist islamistisch geprägt u. akzeptiert nicht die christlich-europäische Kultur.

Peter Linke

Haiti

Nein, Prasident Aristide sollte nicht freiwillig gehen. Es geht nicht an, dass Rebellen, wie die in Haiti, mit solchen Methoden Erfolg haben. Präsident Aristide ist gewählt worden, und immerhin geht es darum, die Demokratie und den demokratischen Prozess in Haiti zu stabilisieren. Diese Rebellen steuern aber genau auf das Gegenteil. Das darf nicht zur Methode werden, so wie das bisher in Haiti der Fall war. Evtl. Fehler seiner Verwaltung sollten auf dem demokratischen Weg korrigiert werden, nicht mit Rebellionen.

Thomas Hofer

Von Juni 2003 bis Ende Oktober 2003 arbeitete ich im Rahmen eines Entwicklungsprojektes in Haiti. Ich habe eine enge Beziehung zu Haiti und den dort lebenden Menschen aufgebaut. Auch pflege ich regelmäßigen Austausch von Informationen mit Freunden, die sich noch in Haiti befinden, oder haitianischen Freunden. Beim Lesen der Berichterstattung über die "Friedensbemühungen" der USA, OAS, Europäer und der Caricom, werde ich den Eindruck nicht los, dass diese Diplomaten und Politiker sich in einem chaotischen Raum von Widersprüchen, Fehleinschätzungen und Unwissenheit bewegen.

Eines ist klar - mit Aristide gibt es keinen Frieden! Darum versteh ich die ganzen amerikanischen Widersprüche von Beschuldigungen an Aristide und Schutz von Aristide nicht. Das ganze ist ein schon oft gesehenes Polittheater der USA...und wer muss die Folgen anschließend auslöffeln? Die Haitianer, die eh schon nix haben!

Andreas Gstöhl


Religionsfreiheit in China

Ein sehr guter Artikel. Die Religionsfreiheit wie sie in den Menschenrechten definiert ist, wird in China nur zu Schein aufrechterhalten. Sobald das Regime den geringsten Verdacht hat der eigene Machterhalt könne in Gefahr sein wird gnadenlos verboten und verfolgt. Wäre die Beobachtung (die natürlich durch die extreme Zensur und Informationssperren stark eingeschränkt wird) durch die internationale Gemeinschaft gar nicht vorhanden, würde man ich China mit Sicherheit noch schlimmer unterdrückt werden. Die internationale Gemeinschaft müsste ganz klar noch mehr auf die Einhaltung der von China ratifizierten Menschenrechte drängen und sich weniger durch wirtschaftliche Interessen davon behindern lassen. Leider sind vor allen einige wichtige europäische Staaten (Deutschland, Frankreich) derzeit auf dem besten Wege zum Handlanger einer Diktatur zu werden. Eigentlich müssten es beide Staaten aus der leidvoll erlebten Geschichte besser wissen. es wir hier sehr viel über die Aufarbeitung unserer Geschichte geredet, aber dies müsste bedeuten, dass man aus der Geschichte etwas gelernt hat und das ein Staat der sich in den Händen einer Diktatur befindet grundsätzlich Hilfe von außen benötigt. Leider ist das, zumindest im Fall von Deutschland, ganz und gar nicht festzustellen. Die leisen Lippenbekenntnisse der Kritik sind kaum wahrzunehmen, während die Politik lautstark ein kritikloses Engagement der Wirtschaft fördert. Hier wird klar: Deutschland hat aus seiner Geschichte nichts gelernt.

Wolfgang Gumpold

Film: The Passion, von Mel Gibson

Ich freu mich auf den Film, und hoffe, dass er in Deutschland erscheint! Er hat eine große Ausstrahlung, weil er vom größten Mann aller Zeiten erzählt. Und er hat positive Auswirkungen: Mel Gibson sagte in einem Interview: "Viele ungewöhnliche Dinge passieren, gute Dinge. Zum Beispiel: Leute wurden von Krankheiten geheilt; einige haben das Sehvermögen und das Gehör wiedererhalten. Ein anderer wurde während der Verfilmung der Kreuzigungsszene vom Blitz erschlagen, stand einfach auf und ging weiter."

Claudia Mann

Ich habe den neuen Jesus Film von Mel Gibson (THE PASSION) gestern in USA. gesehen. Der Film ist sehr gut. Ich bin entsetzt wie die Kritik die Botschaft des Filmes verzerrt hat. Der Film ist in keiner Weise anti-semitisch. Der Film gibt den barmherzigen guten Juden genauso viel Raum, wie dem Hohen Rat. Wenn sich irgendeine Volksgruppe beschweren möchte, dann hätten die Römer das größte Recht dazu. Der Film zeigt auf mit welcher Brutalität die Römer damals regiert haben. Doch auch hier ist der Film nicht einseitig, es werden einige einfühlsame Römer portraitiert, die dem Film die notwendige Balance geben.

Tina Jaehnert



Gründung der Europäischen Grünen

Abgesehen davon, dass für mich persönlich vor allem das Timing dieser Parteiengründung perfekt war, weil ich gerade dabei bin, eine Hausarbeit über Europäische Parteien zu schreiben, finde ich es wichtig, dass die europäische Zusammenarbeit der Parteien intensiver wird und sich fortentwickelt. Hier liegt eine der wenigen Chancen, dass in der EU eines Tages grenzüberschreitenden gemeinsame Themen im Fordergrund stehen werden und nicht mehr vorrangig nationale Interessen, die in der Übermacht des Europäischen Rates kulminieren. Eine zunehmende Polarisierung und vielleicht sogar Ideologisierung der Debatte über europäische Themen wäre mehr als wünschenswert, vor allem um auch endlich die Bürger zu mobilisieren, Interesse für europäische Politik zu wecken. Anna Weirich













  • Datum 29.02.2004
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  • Permalink http://p.dw.com/p/4j0c
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