Rekordverlust für Tesla | Aktuell Amerika | DW | 08.02.2018
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Automobilbranche

Rekordverlust für Tesla

Der US-Elektroautobauer Tesla fährt weiter in tiefrote Zahlen. Die Aktie steigt trotzdem. Die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk äußert sich auch zu ihren Produktionszielen.

USA Tesla Model 3 (Reuters/L. Nicholson)

Ein Tesla Model 3

Hohe Kosten für den neuen Mittelklassewagen Model 3 haben Tesla den bislang höchsten Quartalsverlust beschert. Im Zeitraum von Oktober bis Ende Dezember nahm das Minus im Jahresvergleich von 121 Millionen auf 675 Millionen Dollar (550 Mio Euro) zu, fiel damit aber geringer aus als von Analysten angenommen. Zudem wuchs der Umsatz um überraschend starke 44 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Das kam am Markt gut an, die Aktie stieg nachbörslich zunächst um zwei Prozent.

Firmenchef Elon Musk gab sich wie gewohnt zuversichtlich: "2018 dürfte ein großes Jahr für uns werden", sagte Musk gegenüber Analysten. "Ich bin optimistisch, dass wir profitabel werden". Allerdings wäre das ein Novum: Die 2003 gegründete Firma hat bislang noch nie einen Jahresgewinn geschafft.

USA Tesla Elon Musk (Reuters/J. Skipper)

Tesla-Gründer Musk hält an seinen ehrgeizigen Produktionszielen fest

Ende März 2500 Wagen pro Woche

Positiv aufgenommen wurde zudem, dass Tesla betonte, man halte beim Model 3 am Produktionsziel von 5000 gefertigten Wagen pro Woche ab Ende des zweiten Quartals fest. Ende des ersten Quartals sollen jede Woche 2500 Model 3 vom Band laufen. Ob die ambitionierten Vorgaben tatsächlich eingehalten werden können ist fraglich. Das Unternehmen musste sie zuvor bereits zweimal verschieben, weil der Anlauf der Serienfertigung Probleme bereitet. Im Schlussquartal konnte Tesla nur 1542 Fahrzeuge dieses Typs ausliefern. Den Vorbestellungen habe dies aber nicht geschadet, erklärte ein Sprecher.

Für Tesla ist der Erfolg des in den USA ab 35.000 Dollar erhältlichen Model 3 sehr wichtig. Die Firma hat bereits massiv in das Projekt investiert, mit dem der Sprung aus der Nische eines Herstellers batteriebetriebener Luxusautos in den Massenmarkt gelingen soll. 2018 dürften die Ausgaben noch einmal steigen, warnte Musk die Investoren in einem Schreiben an die Aktionäre. Neben der Autoproduktion brauche man Kapital für die Fertigung von Batterien sowie für neue Tesla-Läden, Service-Center und Ladestationen. 

se/sam (rtr, dpa)

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