1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

Rekordtag für Chinas Online-Handel

Chinas Online-Verkäufer haben den 11. November zum "Tag der Unverheirateten" erklärt und lockten mit hohen Rabatten. Branchenführer Alibaba stellte dabei einen neuen Verkaufsrekord auf.

Die chinesische Online-Handelsplattform Alibaba hat am Dienstag einen neuen Rekord aufgestellt. Am Ende des sogenannten Singles' Day hatte die Alibaba Group Waren im Wert von 57,1 Milliarden Yuan verkauft, umgerechnet 9,3 Milliarden US-Dollar.

Die staatliche chinesische Post rechnet mit dem Versand von 500 Millionen Paketen, das wäre ein Plus von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

"Wir sehen die entfesselte Kaufkraft der chinesischen Konsumenten", sagte Joe Tsai, Vize-Chef von Alibaba.

Der Singles' Day war 2009 von Chinas Online-Händlern als Gegenstück zum Valentinstag ins Leben gerufen worden; er liegt wegen der vier Einsen in Folge auf dem 11.11.

Mit Sonderangeboten sollen die vielen Unverheirateten des Landes über ihre Einsamkeit hinweggetröstet werden, es ist der umsatzstärkste Tag in Chinas Online-Handel. Auch im Ausland lebende Chinesen nahmen die Sonderangebote wahr.

27.000 Anbieter, ein Alibaba

Als 2009 der Singles' Day erstmals veranstaltet wurde, hatten lediglich 27 Unternehmen ihre Waren angeboten, in diesem Jahr waren es 27.000.

Allerdings konnte am Ende des Handelstages kein anderes Unternehmen ähnliche Verkaufszahlen melden wie Alibaba.

Alibabas Vize-Chef Joe Tsai kommentierte dies selbstbewusst: "Kein anderes Unternehmen in China kann einen solchen Verkaufstag schaffen."

Vor rund zwei Monaten hatte die von Jack Ma gegründete Firma in New York ihr Börsen-Debut gegeben und dabei von Anlegern rund 25 Milliarden US-Dollar eingesammelt.

Beim Singles' Day 2013 hatte Alibaba nach eigenen Angaben umgerechnet 5,7 Milliarden US-Dollar umgesetzt.

Die Verkäufe fielen in diesem Jahr auch deshalb höher aus, weil die Angebote schon seit dem 15. Oktober im Netz bestellbar waren. Am 11. November wurden die seither bestellten Waren endgültig abgerechnet und versandfertig gemacht.

Viele der an der Aktion beteiligten Anbieter beklagten, ihr Gewinn würde durch die hohen Rabatte und einen ruinösen Wettkampf deutlich geschmälert.

dk/bea (rtr/afp)