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Kunst

Rekordsumme für Skulptur von Rodin

Ob die aktuelle Pariser Jubiläumsschau zum 100. Todestag des Bildhauers den Preis nach oben trieb? Für fast 3,7 Millionen Euro wurde jetzt eine Marmorskulptur Rodins versteigert - dreimal mehr als erwartet.

Das Werk zeigt die äthiopische Prinzessin Andromeda aus der griechischen Mythologie, die auf einem Felsen kauert. 130 Jahre war die Marmorskulptur, die der französische Bildhauer zwischen 1886 und 1887 schuf, im Privatbesitz einer chilenischen Familie. Auguste Rodin selbst hatte sie dem Diplomaten Carlos Morla Vicuña geschenkt. Dieser hatte bei dem Bildhauer eine Büste seiner Frau Luisa in Auftrag gegeben - die in Paris so gut ankam, dass der Staat sie für ein Museum erwerben wollte. Der Chilene trennte sich von dem Werk, als Dank überließ Rodin ihm "Andromède".

Nun ist die Marmorskulptur für fast 3,7 Millionen Euro in Paris an einen namentlich nicht bekannten europäischen Sammler versteigert worden, wie das Auktionshaus Artcurial mitteilte. Geschätzt wurde das Werk auf 1,2 Millionen Euro.  Es gibt noch vier weitere Exemplare: Drei befinden sich in Museen in Paris, Buenos Aires und Philadelphia, eine weitere ist im Privatbesitz.

Der Bildhauer Auguste Rodin (1840-1917) gilt als ein Wegweiser der Moderne. Derzeit wird im anlässlich des 100. Todestags eine große Jubiläumsschau im Grand Palais gewidmet. 

nw/suc (dpa/afp)

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