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Kunst

Rekordsumme für Gemälde von Max Beckmann

Max Beckmanns "Hölle der Vögel" gilt als bedeutendes Werk gegen den Terror der Nationalsozialisten. Beim Londoner Auktionshaus Christie's wurde es jetzt für 40,8 Millionen Euro versteigert.

Nie habe ein Werk des deutschen Expressionismus eine solch hohe Summe erzielt, gab das Auktionshaus Christie's nach der Versteigerung bekannt. 36 Millionen Pfund (40,8 Millionen Euro) hatte das Gemälde "Die Hölle der Vögel" (Bird's Hell) bei einer Auktion in der Nacht zum Mittwoch erzielt.

Das Gemälde entstand in den Jahren 1937/38. Zu sehen sind vermenschlichte Vogelfiguren in grellen Farben, ihre Gesten und Mienen wirken beängstigend. Einer der Vögel quält einen Mann, der wehrlos auf einem Tisch liegt. Ein Frauenwesen streckt den Arm scheinbar zum Hitlergruß.

Gegen den Nationalsozialismus

Max Beckmann in seiner Wohnung vor einem Bild

Einer der bekanntesten Künstler des deutschen Expressionismus: Max Beckmann

Die "Hölle der Vögel" von Max Beckmann gilt als bedeutendes Werk gegen den Terror der Nationalsozialisten. In einem Vorentwurf von 1937 hatte Beckmann das Werk mit dem Titel "Land d. Wahnsinnigen" versehen, was Rückschlüsse auf den politischen Hintergrund des Gemäldes nahelegt. Nach Hitlers Machtübernahme 1933 wurde Beckmann als Professor der Frankfurter Städelschule, der staatlichen Hochschule für Bildende Künste, fristlos entlassen. 1937 ging er ins Exil und verbrachte viele Jahre in Amsterdam und in den USA. Unter der Herrschaft der Nazis galt Beckmanns Kunst als "entartet". Der Maler starb 1950 in New York im Alter von 66 Jahren.

Sein Werk "Hölle der Vögel" vergleicht Christie's mit dem zeitgleich entstandenen Gemälde "Guernica" von Picasso. Das Bild von 1937 erinnert an die Bombadierung der Stadt Gernica durch die deutsche "Legion Condor". Dabei wurde die Stadt nahezu gänzlich in Schutt und Asche gelegt.

gr/pg (AFP)

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