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Aktuell Amerika

Rekordrazzia gegen Straßengangs in New York

Der Polizei in der US-Metropole ist ein schwerer Schlag gegen schwere Jungs gelungen: Mehr als 100 Festnahmen standen als Bilanz am Ende der Nacht im Protokoll. Ein Staatsanwalt wurde geradezu euphorisch.

Schon seit mehr als zehn Jahren bekämpfen sich die Mitglieder der beiden Gangsterbanden "Big Money Bosses" und "2Fly YGz" in der nördlichen Bronx in der US-Ostküstenmetropole New York. Die Polizei sprach von der "größten Verhaftungswelle in der Geschichte New Yorks" und betonte, dass die Straßen des Problemviertels jetzt sicherer geworden seien.

Bei der Großrazzia nahmen die Ermittler 120 Mitglieder und Mitläufer der beiden Gangs fest. Die Liste der ihnen zur Last gelegten Delikte ist lang, zu den gravierendsten Vorwürfen zählen Drogenhandel, Betrug und Waffenvergehen. Außerdem sollen die Festgenommenen für 39 Tötungsdelikte verantwortlich sein.

Während die "Big Money Bosses" überwiegend in der Bronx und einigen anderen Stadtteilen New Yorks operierte, hat sich die rivalisierende "2Fly" in den ganzen USA ausgebreitet.

Immer wieder unschuldige Opfer

Nach Angaben des New Yorker Polizeichefs Bill Bratton hatten die beiden Banden die Straßen der Bronx mit ihren "offenen Drogengeschäften vor Schulen und Wohnhäusern" und anderen Gewalttaten "vergiftet".

Immer wieder wurden bei den bewaffneten Auseinandersetzungen auch Unbeteiligte in Mitleidenschaft gezogen. Zu den Opfern gehören laut Staatsanwaltschaft ein 15-jähriger Jugendlicher, der auf offener Straße erschossen wurde, und eine 92-Jährige, die durch einen Querschläger in ihrer Wohnung ums Leben kam.

Bezirksstaatsanwalt Preet Bharara ließ sich zu der Aussage hinreißen, "alle New Yorker" könnten nun "so leben, wie sie es verdienen: ohne Drogen, Waffen und Bandenkriminalität".

mak/sti (afp, dpa)