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Biologie

Rekordhalter im Ozean: Der tiefste Fisch der Welt

In 8178 Metern Meerestiefe haben Forscher faszinierende Aufnahmen gemacht. Der kleine Scheibenbauch scheint sich in diesen Gefilden sichtlich wohl zu fühlen. Damit ist er der neue Rekordehalter der Tiefsee!

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Der tiefste Fisch der Welt

Na, wenn der Plan nicht mal aufgegangen ist: Forscher der Jamstec, der japanischen Agentur für Geologie und Ozeanologie, haben tief unten - in 7498 Metern und 8178 Metern Meerestiefe - im pazifischen Marianengraben ihren Versuchsaufbau präpariert - inklusive Ködern natürlich. Alles war perfekt vorbereitet, die Hightech-Kameras liefen. Die Forscher mussten nur eines haben: Geduld.

Nach kurzer Zeit zeigten sich die ersten Meeresorganismen, die in die Falle gingen. Allerdings zunächst noch keine Fische, sondern - zugegeben zum Teil recht beachtliche - Flohkrebse. Sie verspeisten die Köder-Makrele innerhalb einiger Stunden. 

Blasses Wunder

Kurz danach betrat der echte Star die Bühne, der dem Resteessen offenbar nicht widerstehen konnte. Zu den Flohkrebsen gesellten sich Scheibenbäuche - auf sie hatten die Forscher gewartet.

Dabei sind die Scheibenbäuche gar keine seltene Art. Sie kommen häufig im Atlantik und Pazifik vor, im Südpolarmeer, selbst in der Nordsee. Auch als Tiefseefisch sind einige Arten den Forschern schon begegnet. Im Englischen werden sie Snailfish (Schneckenfisch) genannt. Das liegt an ihrer schuppenlosen und schleimigen Haut, die eher an Schnecken als an Fische erinnert.

Die kleinsten Scheibenbäuche sind etwa vier Zentimeter lang, die größte Art bringt es auf 70 Zentimeter Körperlänge. In ihrer Farbe unterscheiden sie sich - von gelbbraun über rot bis hin zu transparent.

In blassem Transparent erscheint auch unserneuester Rekordhalter. Denn einer der Scheibenbäuche, die die japanischen Forscher im Mai 2017 gefilmt hatten, ließ sich sogar am tieferen Beobachtungspunkt blicken, nach genau 17 Stunden und 37 Minuten. Damit stößt er den bislang tiefsten Fisch (8152 Meter) - ebenfalls ein Scheibenbauch - vom Treppchen.

Die Tiefsee ist noch immer ein zum großen Teil unerforschtes Gebiet. Die Wissenschaftler hoffen, mithilfe ihrer Erkenntnisse mehr über die Organismen, ihre Lebensgewohnheiten und Nahrungsketten zu erfahren.

 

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