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Aktuell Europa

Rekordbeute bei Schmuckraub in Cannes

Bei dem spektakulären Juwelenraub in Südfrankreich hat ein Unbekannter eine viel größere Beute gemacht als zunächst vermutet: Die Staatsanwaltschaft bezifferte den Wert des gestohlenen Schmucks auf 103 Millionen Euro.

Zunächst waren die Ermittler davon ausgegangen, der erbeutete Schmuck sei rund 40 Millionen Euro wert. Der Mann erbeutete am helllichten Tag im berühmten Hotel Carlton in Cannes unter anderem "mit Diamanten besetzte Ringe, Anhänger und Ohrringe", wie die Staatsanwaltschaft der Stadt Grasse mitteilte, die in dem Fall ermittelt.

Damit handelt es sich um einen, wenn nicht sogar den größten Juwelenraub, der jemals weltweit verübt wurde - und um einen Rekord für Frankreich. Als bislang größter Juwelenraub weltweit gilt der Einbruch im sogenannten Diamantenzentrum in der belgischen Stadt Antwerpen. Im Februar 2003 räumten Diebe in dem stark gesicherten Gebäude mehr als 120 von 160 Safes aus, ohne dabei den Alarm auszulösen. Der Wert der Beute wurde auf rund 100 Millionen Euro geschätzt. Die bislang größte Beute in Frankreich hatten Schmuckdiebe beim Juwelier Harry Winston in Paris gemacht: Drei Männer stahlen im Dezember 2008 Schmuck im Wert von 85 Millionen Euro. Im folgenden Jahr erklärte die französische Polizei, 80 Prozent der Beute wiedergefunden zu haben.

Bewaffnet und vermummt

Vor dem Hotel Carlton in Cannes (Foto: AFP/Getty Images)

Vor dem Hotel Carlton in Cannes

Bei dem Coup in Cannes hatte der bewaffnete und vermummte Täter die Edelsteine in einem Koffer aus einem Flügel des berühmten Hotels Carlton an der Croisette geraubt. Der Täter nutzte eine Ausstellung außergewöhnlicher Edelsteine des israelischen Juweliers und Milliardärs Lev Leviev im Carlton. Der Juwelier hatte eigenes Sicherheitspersonal eingesetzt - laut informierten Kreisen aber nur "insgesamt drei oder vier Personen". Bei dem Überfall zur Mittagszeit sei der Täter blitzschnell und ohne Gewalt vorgegangen, hieß es in Agenturberichten. Hinweise auf den Räuber gebe es nicht.

wl/kle (dpa, afp)