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Aktuell Wirtschaft

Rekord-Steuereinnahmen für Bund und Länder

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr mit 570,2 Milliarden Euro so viele Steuern gezahlt wie noch nie. Auch die gute Beschäftigungslage machte 2013 zu einem besonderen Steuerjahr.

Die Staatskassen haben im vergangenen Jahr deutlich von gestiegenen Unternehmensgewinnen profitiert. Die Einnahmen aus der Körperschaftssteuer stiegen 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 15,2 Prozent auf rund 19,51 Milliarden Euro, wie das Bundesfinanzministerium in Berlin bekannt gab. Auch bei den beiden größten Einzelsteuern verbuchten Bund und Länder ein Plus: Die Lohnsteuereinnahmen stiegen aufgrund der hohen Beschäftigung um 6,1 Prozent auf 158,2 Milliarden Euro. Der private Konsum spülte dem Staat ebenfalls mehr Geld in die Kassen. Die Einnahmen aus der Umsatzsteuer legten um 1,1 Prozent auf nahezu 197 Milliarden Euro zu.

Damit hat der Staat soviel Steuern eingenommen wie nie zuvor. Bund und Länder verbuchten mit einem Aufkommen von 570,21 Milliarden Euro ein Plus von 3,3 Prozent im Vergleich zu 2012. Die reinen Gemeindesteuern sind in der Statistik noch nicht erfasst.

Günstige Konjunktur erwartet

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) rechnet für das laufende Jahr mit einer anziehenden Wirtschaft. Die Frühindikatoren zeigten ein positives Bild - etwa die Nachfrage nach Industrieprodukten oder die Stimmung in Unternehmen und die der Verbraucher: "Zusammen genommen signalisiert dies einen günstigen Einstieg der deutschen Wirtschaft in das neue Jahr", hieß es aus seinem Ministerium. Auch die Binnennachfrage dürfte sich positiv entwickeln. So seien weiterhin positive Impulse vom privaten Konsum zu erwarten.

2013 war die deutsche Wirtschaft nur um 0,4 Prozent gewachsen, wobei die Exporte wegen der Krise in Europa und der schwachen Weltkonjunktur wohl gesunken sind. Dagegen erwies sich der private Konsum als wichtigster Konjunkturmotor. Der Internationale Währungsfonds traut der größten Volkswirtschaft Europas in diesem Jahr beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Plus von 1,6 Prozent zu.

se/gmf (rtr, dpa)