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Migration

Rekord bei Zuwanderung in OECD-Staaten

Die Zahl der Migranten im OECD-Raum hat 2016 einen Höchststand erreicht. Nun sollen sich die Staaten - auch über Ländergrenzen hinweg - mehr um die Integration der Zuwanderer in Arbeitsmarkt und Gesellschaft bemühen.

Türkei Torbali syrische Flüchtlinge arbeiten in Landwirtschaft-Camps (DW/D. Cupolo)

Syrische Flüchtlingskinder arbeiten im türkischen Ort Torbali in einem Landwirtschafts-Camp

Etwa fünf Millionen Menschen seien dauerhaft in die 35 Mitgliedstaaten gekommen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris unter Berufung auf vorläufige Daten mit. 2015 waren noch 4,7 Millionen Menschen in die OECD-Staaten eingewandert.

Die Zahl der Flüchtlinge, die in der ersten Hälfte 2017 Europa erreichten, lag nach dem in Berlin und Paris vorgelegten OECD-Bericht allerdings lediglich bei 85.000 – und war damit zehnmal niedriger als in der zweiten Hälfte 2015.

Lage in Deutschland entspannt sich

In Deutschland normalisiert sich die Situation nach Einschätzung der OECD allmählich wieder. Nach dem rasanten Anstieg der Zuwanderungszahlen in den vergangenen Jahren zeichne sich für 2017 eine Entspannung ab, erklärte OECD-Migrationsexperte Thomas Liebig in Berlin. Sowohl beim Zugang von Asylsuchenden als auch beim Zuzug von Menschen aus anderen EU-Staaten sei der Zenit wohl vorerst überschritten.

Insgesamt sei die Integration von Migranten und ihren Kindern einschließlich Flüchtlingen nun eine zentrale Aufgabe, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria. Dazu sei auch internationale Zusammenarbeit notwendig - auch, wenn Migration ein nationales Politikfeld sei.

Besondere Aufmerksamkeit gelte auch in Deutschland dem Nachzug von Familienangehörigen. Dem Bericht zufolge erhielten 2015 mehr als 1,6 Millionen Familienmigranten eine Aufenthaltsgenehmigung im OECD-Raum. Das entspricht einem Anteil von 40 Prozent an den dauerhaft bleibenden Migranten.

hk/sti (dpa, rtr)

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