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WM-Qualifikation

Reise nach Baku, zum Ernst des Lebens

Nach dem viel bejubelten "Tschö" von Lukas Podolski gegen England zählt für den Fußball-Weltmeister bei der WM-Qualifikation in Aserbaidschan nur das Ergebnis. Allerdings fliegen nicht alle Nationalspieler mit nach Baku.

Nach der Kür kommt die Pflicht - das ist nicht nur beim Tanzen und Eiskunstlaufen so, sondern manchmal auch beim Fußball. Gemünzt auf die deutsche Nationalmannschaft heißt das: Nach dem Lukas-Podolski-Abschiedsspiel gegen England geht es am Sonntagabend in Baku gegen Aserbaidschan wieder um Punkte in der WM-Qualifikation (Anstoß 18 Uhr MESZ, ab 17:45 Uhr im DW-Liveticker). Ein Spiel gegen einen unterlegenen Gegner, das ist wohl das perfekte Synonym für den Begriff "Pflichtaufgabe". Bei der Abreise der DFB-Kicker am Freitagmittag in Düsseldorf stand das Motto für den Kurztrip in die Kaukasus-Republik auf dem Flieger: "Siegen" hieß die Maschine, mit der die deutschen Weltmeister nach Aserbaidschan starteten - bei strahlendem Sonnenschein und mit leichter Verspätung.

Der Trubel um Lukas Podolski ist abgehakt, mit der Partie in Baku beginnt die heiße Phase der WM-Qualifikation. "Unser Ziel ist es, das Ticket für die WM so früh wie möglich zu lösen", sagte Bundestrainer Joachim Löw, "ich bin absolut überzeugt, dass wir unsere Siegesserie fortsetzen und unsere weiße Weste behalten werden." Für den fünften Sieg im fünften Quali-Spiel und die achte Begegnung in Serie ohne Gegentor setzt Löw am Kaspischen Meer wieder auf gestandene Nationalspieler. Die zuletzt angeschlagenen Weltmeister Sami Khedira und Julian Draxler kehren nach dem schmeichelhaften 1:0 von Dortmund gegen England wohl ebenso in die Startelf zurück wie Wolfsburgs Stürmer Mario Gomez. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Mesut Özil, der das letzte Training vor der Abreise am Freitagmorgen in der Sportschule Kaiserau wegen Rückenbeschwerden auslassen musste.

Weigl bleibt zu Hause

Der Dortmunder Mittelfeldspieler Julian Weigl war wegen einer Oberschenkelprellung nicht mitgeflogen. Ebenfalls nicht mehr dabei ist neben den Bayern-Stars Manuel Neuer und Jerome Boateng England-Debütant Timo Werner nach seinem Muskelfaserriss.

Löw bereiten diese personellen Probleme aber keine größeren Sorgen. "Wir sind bislang auf einem sehr guten Weg - und diesen wollen wir nicht verlassen", sagte er vor dem rund viereinhalbstündigen Flug und warnte: "Die Aufgabe in Baku ist alles andere als einfach, zu Hause hat Aserbaidschan zuletzt gegen Norwegen gewonnen, wir sind also gewarnt."

Dass es schiefgehen könnte, fürchtet Löw nicht. "Ich habe großes Vertrauen in meine Spieler. Wir wissen, dass wir die Mittel haben, um die richtigen Lösungen zu finden. Wenn wir spielen, was wir können, werden wir die Partie gewinnen." In Neuers Abwesenheit dürfte Spanien-Legionär Marc-André ter Stegen wie gegen England das Tor hüten. Löw wollte sich zwar nicht auf eine Rangfolge hinter Neuer festlegen lassen, bescheinigte ter Stegen aber eine tadellose Leistung.

Land des Feuers klar zum Explodieren

Aserbaidschan, das alle vier bisherigen Duelle mit der DFB-Elf verlor (Torverhältnis 2:15), fiebert derweil seinem "Spiel des Jahres" entgegen, wie Nationaltrainer Robert Prosinecki versicherte. "Hier wollen alle den Weltmeister sehen", sagte der Nachfolger von Berti Vogts dem "kicker", und falls man nicht verlieren sollte, werde das selbsternannte "Land des Feuers" sicher "explodieren". Aber, schränkte der ehemalige kroatische Nationalspieler realistisch ein: "Normalerweise kommt Deutschland und löst die Aufgabe ganz professionell."

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