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Sport

Reichelt holt zweites Gold für Österreich

Zwölf Jahre nach Altmeister Stephan Eberharter sichert Hannes Reichelt Österreichs Ski-Herren wieder einen Weltmeistertitel im Super-G. Bode Miller legt auf der Piste in Beaver Creek einen spektakulären Sturz hin.

Hannes Reichelt hat in einem spektakulären Rennen Österreich das zweite Gold bei der Ski-WM in Vail und Beaver Creek beschert. Zwei Tage nach dem

Sieg von Anna Fenninger im Super-G

gewann der WM-Zweite von 2011 das Rennen der Männer. Silber ging sensationell an Dustin Cook aus Kanada mit der hohen Startnummer 28 (0,11 Sekunden zurück), Bronze ein wenig überraschend an den Franzosen Adrien Theaux (0,24).

"Es ist unbeschreiblich. Es hat ja schon geheißen: Der Reichelt hat es bei einem Großereignis noch nie gebracht - obwohl ich ja schon Silber habe", sagte Reichelt. Nur bei der Fahrt von Cook stockte ihm noch einmal der Atem. Der Kanadier, dessen beste Platzierungen im Weltcup zwölfte Plätze bei den Super-G-Rennen im Dezember in Beaver Creek sowie in Gröden waren, verdrängte Topfavorit und Olympiasieger Kjetil Jansrud aus Norwegen und den zeitgleichen Abfahrtsolympiasieger Matthias Mayer aus Österreich auf Rang vier (jeweils 0,27). Ein erstaunliches Comeback feierte der Norweger Aksel Lund Svindal auf Rang sechs.

Publikum hält den Atem an

Der US-Amerikaner Bode Miller stürzt beim Super-G bei der WM in Beaver Creek (Foto: EPA/GEORGE FREY)

Der spektakuläre Sturz des US-Amerikaners Bode Miller

Mit einem spektakulären Sturz sorgte Publikumsliebling Bode Miller für Aufsehen. Bei seinem ersten Renneinsatz seit März 2014 war er rund eine Minute lang gut unterwegs gewesen. Dann, als ihn die Zuschauer erstmals vom Ziel aus sehen konnten, blieb er mit dem linken Arm an einer Torstange hängen. Dabei wurde er herumgeschleudert, ausgehoben und durch die Luft gewirbelt. Miller knallte auf den erst im November operierten Rücken und rutschte ohne Ski die Piste hinab. Dann rappelte er sich auf und winkte ins Publikum, als wäre nichts gewesen. An seiner rechten Wade klaffte allerdings eine tiefe Fleischwunde, auch den linken Arm schien er sich verletzt zu haben. Der Start in der Abfahrt am Samstag ist wohl zumindest stark gefährdet.

Die

deutschen Läufer

konnten die Erwartungen, die sie an sich gestellt hatten, nicht erfüllen. Ziel war eine Platzierung in den Top 15 gewesen. Als bester Deutscher kam Andreas Sander (1,69) auf Rang 23. Josef Ferstl kam am Ende mit 1,82 Sekunden Rückstand ins Ziel. "So mutig war ich nicht. Ich hätte mehr riskieren sollen. Es war kein schlechter Lauf, aber auch kein guter", sagte er im ZDF. Klaus Brandner (2,15) warf sich vor, nicht klug genug gefahren zu sein.

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