Regisseur Hugh Wilson ist tot | Filme | DW | 17.01.2018
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Filme

Regisseur Hugh Wilson ist tot

Mit seinem Klamaukfilm "Police Academy" landete er in den 80er Jahren einen riesigen Publikumshit. Doch seine sozialkritische Sitcom "WKRP in Cincinnati" war es, die ihm zahlreiche Emmynominierungen einbrachte.

Amerikanischen Medienberichten zufolge soll der Regisseur und Drehbuchautor bereits vergangenen Sonntag in seinem Haus in Virginia im Alter von 74 Jahren gestorben sein. Seine Familie teilte mit, Wilson sei einer Krankheit erlegen, ohne nähere Angaben zu machen. 

Berühmt ist Wilson vor allem für seine Slapstick-Komödie "Police Academy - Dümmer als die Polizei erlaubt" (1984), die von Kadetten einer Polizeischule handelt, die mit ihrem Ungeschick allerlei Chaos verursachen. Wilson führte bei dem Streifen Regie und schrieb am Drehbuch mit. In den USA spielte die Komödie rund 80 Millionen US-Dollar ein, in Deutschland war sie mit über fünf Millionen Zuschauern der meistgesehene Kinofilm des Jahres. Der Pilot zog sechs weitere Teile und eine Fernsehserie nach sich.

Ein Polizist wird von einer Menschengruppe mit einer Pistole bedroht. (picture alliance/United Archives/Impress)

Mit seinen ulkigen Szenen zog Wilson Millionen von Zuschauer in die Kinos

Während die "Police Academy" beim Publikum überaus gut ankam, fand sie bei Filmkritikern kaum Anklang. Überzeugen ließen sie sich vielmehr von Wilsons ernsteren Stoffen. Seine von 1978 bis 1982 ausgestrahlte Sitcom "WKRP in Cincinnati" handelt von einem Radiosender, dessen Belegschaft mit der Ankunft eines neuen Programmdirektors zurecht kommen muss und ist gesellschaftskritisch. Insgesamt zehn Mal wurde die Serie für den Emmy nominiert, ging aber am Ende leer aus. 1988 erhielt dafür Wilsons tragisch komische Serie "Frank's Place" mehrere Primetime Emmy Awards. 

Auch die Filme "Tess und ihr Bodyguard" (1994) mit Nicolas Cage oder "Der Club der Teuflinnen" (1996) mit Goldie Hawn setzten dem Slapstick, mit dem Wilson meist in Verbindung gebracht wurde, etwas entgegen. 

Zuletzt führte Hugh Wilson bei dem Film "Mickey" Regie, ein Baseballdrama, das auf einer Buchvorlage von John Grisham basiert. Der Drehbuchautor hatte ursprünglich Journalismus studiert und unterrichtete außerdem Studenten der University of Virginia im Drehbuchschreiben. 

bb/so (www.bbc.com, www.newsplex.com)

DW KINO-Moderatoren Hans Christoph von Bock & Scott Roxborough (DW/S. Bartlick)

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