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Aktuell Afrika

Regierungsumbildung in Kairo

Mit einer umfassenden Kabinettsumbildung will Ägyptens Präsident Mursi die wirtschaftlichen Probleme seines Landes angehen. Zehn neue Minister legten ihren Amtseid ab.

Mit dem Umbau des Kabinetts auf zehn Positionen will Präsident Mohammed Mursi die Bemühungen zur Belebung der angeschlagenen Wirtschaft des Landes vorantreiben. Von dem Personalwechsel betroffen waren unter anderem das Innen- und das Finanzministerium. Nach ihrer Vereidigung kamen die neuen Minister mit Mursi zu Gesprächen zusammen. Dabei wurde über Möglichkeiten beraten, den Tourismus im Land zu beleben und ausländische Investoren anzuziehen.

Der bisherige Finanzminister Mumtaz al-Said, eine der Schlüsselpersonen bei den Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), wurde durch den Wirtschaftsfachmann El-Morsi El-Sayed Hegazy ersetzt. Innenminister Ahmed Gamaleddin musste seinen Stuhl für den Polizeigeneral Mohammed Ibrahim räumen. Ibrahim war bislang für die Gefängnisse verantwortlich.

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Ägyptische Währung im Sturzflug

Wechsel soll Wirtschaft voranbringen

Einen Wechsel gab es auch an den Spitzen der Ministerien für Verkehr, Elektrizität und Entwicklung sowie, Umwelt, Zivilluftfahrt, Regionale Entwicklung und Transport. Drei der zehn neuen Ressortchefs gehören der Muslimbruderschaft an, der auch Staatschef Mursi nahesteht, wie aus dem Umfeld des Präsidenten verlautete.

Mursi hatte bereits am 26. Dezember angekündigt, er wolle die Regierung von Ministerpräsident Hischam Kandil umbilden. Ziel sei es, die angeschlagene Wirtschaft des Landes wieder in Gang zu bringen.

Kreditgespräche geplant

Seit dem Sturz von Langzeitmachthaber Husni Mubarak vor knapp zwei Jahren geht es mit der ägyptischen Wirtschaft steil bergab. Ursachen sind ausbleibende Touristen und ein Mangel an politischer Stabilität, wodurch ausländische Investoren abgehalten werden. Die Währung, das ägyptische Pfund, verlor zuletzt stark an Wert.

Am Montag wird der Nahost-Chef des IWF, Masood Ahmed, in Kairo erwartet. Bei den Beratungen soll es um die wirtschaftliche Entwicklung und ein milliardenschweres Darlehen gehen, teilte der Fonds mit. Der Kredit in Höhe von 4,8 Milliarden Dollar war bereits im November genehmigt worden, wurde dann jedoch wegen einer Reihe von Steuererhöhungen gestoppt.

gmf/pg/qu (dapd, dpae, afp, rtr)

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