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Parlamentswahl

Regierungspartei in Angola steuert auf Wahlsieg zu

Nach vorläufigen Ergebnissen liegt die Angola regierende MPLA nach der Parlamentswahl vom Mittwoch in Führung. Nach Angaben der Wahlkommission kommt sie auf gut 64 Prozent der Stimmen.

Angola Wahlen Stimmenauszählung (Getty Images/AFP/M. Longari)

Für die Bekanntgabe des offiziellen Endergebnisses der Stimmenauszählung haben die Angolaner zwei Wochen Zeit

Nach der Wahl im südwestafrikanischen Angola steuert die regierende MPLA auf den Sieg zu. Nach Auszählung der meisten Stimmen kommt sie auf 64,5 Prozent. Die oppositionelle UNITA erhielt gut 24 Prozent. Auf die zweitstärkste Oppositionspartei Casa-CE entfielen knapp neun Prozent, wie die Wahlkommission nach Auszählungen in zwei Dritteln der Wahllokale mitteilte. Damit hat die MPLA die Mehrheit im Parlament von Luanda sicher und wird aller Wahrscheinlichkeit nach den Präsidenten stellen.

An einer Mehrheit für die MPLA-Partei des scheidenden Präsidenten Eduardo dos Santos gab es schon vor der Wahl vom Mittwoch kaum Zweifel. Er war seit dem 20. September 1979 Präsident der früheren portugiesischen Kolonie - und damit einer der dienstältesten Staatschefs Afrikas.

Unterschiedliche Bewertung des Wahlverlaufs 

Der 74-Jährige wird aller Voraussicht nach sein Amt an den bisherigen Verteidigungsminister João Lourenço (63) abgeben. Laut Verfassung muss das vorläufige Endergebnis innerhalb von zwei Wochen vorliegen. Wahlleiterin Júlia Ferreira erklärte bei der Ankündigung der ersten vorläufigen Ergebnisse aus den Provinzen, die Abstimmung sei "vorbildlich verlaufen", das Mehrparteiensystem habe gewonnen, die Bürger Angolas hätten gewonnen.

Eine ganz andere Bilanz zog die Gruppierung Casa-CE. Das von der größten Oppositionspartei UNITA abgespaltene Parteienbündnis nannte Wahl und Stimmenzählung wenig transparent. Beobachtern an den Wahltischen sei die Teilnahme an der Stimmenzählung verwehrt worden, sagte Exekutivsekretär Leonel Gomes.

uh/qu (rtr, ap, dpa)

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