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Aktuell Asien

Regierungschef Chui in Macao im Amt bestätigt

Gegen den politischen Einfluss Chinas auf die Sonderverwaltungszone Macao gab es in letzter Zeit zunehmend Proteste. Nun wurde der pekingtreue Regierungschef Fernando Chui für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.

In einer umstrittenen Abstimmung ist der Regierungschef der chinesischen Sonderverwaltungsregion Macao, Fernando Chui, für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt worden. Von einem 400-köpfigen, vornehmlich loyal zu Peking stehenden Wahlkomitee erhielt der 57-Jährige nach offiziellen Angaben 380 Stimmen. Demnach wurden zudem 13 leere Stimmzettel und drei ungültige Stimmen abgegeben. Chui steht seit dem Jahr 2009 an der Spitze Macaos.

Forderungen nach mehr Demokratie

Das Votum in der früheren portugiesischen Enklave erfolgte vor dem Hintergrund zunehmender Rufe nach echter Demokratie in Macao sowie im benachbarten Hongkong. Wie die einstige britische Kronkolonie 1997 war das Spielerparadies 1999 an China zurückgegeben worden und wird seither autonom regiert. Freie Wahlen sind jedoch nicht erlaubt. Die Polizei im knapp 600.000 Einwohner zählenden Macao hat vor einer Woche den Versuch von Aktivisten verhindert, ähnlich wie zuvor in Hongkong ein inoffizielles Referendum über mehr Demokratie und das Vertrauen in Regierungschef Chui abzuhalten.

pg/det (dpa, afp)