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Nahost

Regierungsbildung im Irak verzögert sich weiter

Im Irak ist die für Donnerstag geplante Parlamentssitzung zur Wahl des Parlamentspräsidenten erneut verschoben worden. Übergangspräsident Dschalal Talabani sagte, die Sitzung werde am Samstag stattfinden. Dann wollten die großen Fraktionen eine "Paketlösung" für die Besetzung der wichtigsten Posten präsentieren. Dazu zählten unter anderem das Amt des Präsidenten und das Amt des Regierungschefs. Der stellvertretende Vorsitzende der schiitischen Dawa-Partei, Dschawad al-Malki, hatte zuvor erklärt, der umstrittene Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Ibrahim al-Dschafari, sei nun unter Umständen doch bereit, auf diesen Posten zu verzichten. Al-Malki ließ jedoch durchblicken, dass die Schiiten dafür von den Kurden und Sunniten, die Al-Dschafari ablehnen, andere personelle Zugeständnisse erwarten. Der noch amtierende Übergangsregierungschef Al-Dschafari ist Vorsitzender der Dawa-Partei, die zur Schiiten-Allianz gehört. Im Irak wächst mehr als vier Monate nach der Parlamentswahl der Unmut über den langwierigen Prozess der Regierungsbildung. Viele Iraker sehen in der Krise auch einen Grund für die Gewalt und Anarchie im Land.

  • Datum 20.04.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8Hr9
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