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Asien

Regierung in Bangkok unter Druck

In Thailand sind zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um den Rücktritt von Regierungschef Abhisit Vejjajiva zu fordern. Die Anhänger von Ex-Ministerpräsident Thaksin wollen Neuwahlen erzwingen.

Demonstranten in Bangkok (Foto: AP)

Ihr Ziel: Neuwahlen

In der Hauptstadt Bangkok legten am Mittwoch (08.04.2009) schätzungsweise 100.000 Menschen den Verkehr rund um den Regierungssitz lahm. Die überwiegend in rot gekleideten Demonstranten sind Anhänger des vor zweieinhalb Jahren vom Militär gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra.

Premier ohne Legitimation?

Abhisit Vejjajiva (Foto: AP)

Abhisit Vejjajiva lehnt Rücktritt ab

Abhisit war im Dezember vergangenen Jahres nicht durch Wahlen, sondern durch einen Koalitionswechsel im Parlament an die Macht gekommen. Die Demonstranten sehen den Politiker deswegen zu Unrecht an der Macht. Der Wahl Abhisits vorausgegangen waren monatelange Blockaden und Flughafen-Besetzungen durch Thaksin-Gegner.

Abhisit warnt Demonstranten

Demonstranten in Bangkok (Foto: AP)

Aufgebrachte Thaksin-Anhänger

Ungeachtet der Proteste lehnte Abhisit einen Rücktritt ab und wies die Forderung nach Neuwahlen entschieden zurück. Seine Regierung werde - wenn nötig - hart gegen die Demonstranten durchgreifen, warnte der thailändische Ministerpräsident. Am Dienstagabend hatten Regierungsgegner im Badeort Pattaya sein Auto angegriffen und dabei die Heckscheibe zerstört. Abhisit wurde nicht verletzt.

Landvolk verehrt Thaksin

Der 2006 vom Militär gestürzte Thaksin ist wegen Amtsmissbrauchs in Abwesenheit zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Derzeit lebt er im Exil, um in seiner Heimat nicht wegen Korruption vor Gericht gestellt zu werden. Bei der armen Bevölkerung insbesondere in ländlichen Gebieten des Königreichs verfügt er weiterhin über großen Rückhalt. Hinter Abhisit stehen Royalisten, Gewerkschafter, Geschäftsleute und Vertreter traditioneller Eliten aus Bangkok. (wa/se/afp/dpa/ap)

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