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Wissen & Umwelt

Regenwald in der Antarktis

Früher war es in der Antarktis viel wärmer als heute, hat ein internationales Forscherteam herausgefunden. Auf dem Kontinent am Südpol wuchs sogar ein tropischer Regenwald.

Heute ist die Antarktis von dickem Eis bedeckt – aber früher wuchsen dort Palmen und die Vorgänger der heutigen Affenbrotbäume. Denn vor 52 Millionen Jahren war es warm am Südpol: An der antarktischen Küste herrschten milde zehn Grad Celsius – und das auch im Winter trotz dreimonatiger Polarnacht. An den Küsten wuchs ein tropischer Regenwald, wie man ihn heute im Nordosten Australiens findet. Im Landesinneren war es kühler, dort stand ein gemäßigter Regenwald mit Südbuchen, wie er heute in Neuseeland vorkommt.

Dass es damals in der Antarktis so warm war, lag nach Angaben der Forscher zum einen an der Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid in der Atmosphäre: Vor 52 Millionen Jahren war sie vermutlich mehr als doppelt so hoch wie heute. Zum anderen erreichten damals warme Meeresströmungen den Kontinent am Südpol. Als später kühlere Strömungen an ihre Stelle traten, wurde es kalt und die Palmen verschwanden.

Herausgefunden hat das ein internationales Team, darunter Forscher der Goethe-Universität Frankfurt. Im Rahmen des Integrated Ocean Drilling Programms hatten sie im Meeresgrund vor der antarktischen Küste gebohrt. In den Sedimentproben fanden die Wissenschaftler Pollen und Sporen und konnten so die damalige Pflanzenwelt rekonstruieren.

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