1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

Regentag in Paris

Regen hat bei den French Open den Zeitplan durcheinandergewirbelt. Die Topstars Novak Djokovic und Rafael Nadal warteten deshalb vergeblich auf ihren Einsatz. Und für Publikumsliebling Mladenovic kam das Aus.

Der Traum vom Titel beim Heim-Grand-Slam ist für die Französin Kristina Mladenovic im Pariser Regenchaos untergegangen, die wundersame Reise der 19 Jahre alten Lettin Jelena Ostapenko geht bei den French Open dagegen weiter. Publikumsliebling Mladenovic musste sich am Dienstag im mehrmals wegen schlechten Wetters unterbrochenen Viertelfinale gegen Timea Bacsinszky aus der Schweiz mit 4:6, 4:6 geschlagen geben.

Damit ruhen die Hoffnungen der Gastgeber auf den ersten Sieg einer Französin seit 17 Jahren jetzt auf den Schultern von Caroline Garcia, die es in ihrem Viertelfinale an diesem Mittwoch mit der an Nummer zwei gesetzten Tschechin Karolina Pliskova zu tun bekommt.

Ostapenko bezwingt Wozniacki

Bacsinszky trifft im Halbfinale in einem Geburtstags-Duell auf Ostapenko. Die junge Lettin setzte sich überraschend gegen Caroline Wozniacki aus Dänemark mit 4:6, 6:2, 6:2 durch und steht damit erstmals in ihrer Tennis-Karriere bei einem Grand-Slam-Turnier im Halbfinale.

Frankreich French Open in Paris - Timea Bacsinszky (picture-alliance/AP Photo/M. Euler)

Die Schweizerin Bacsinsky kam mit Wind und Regenunterbrechungen besser zurecht

"Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich liebe es, hier zu spielen und bin einfach überglücklich", sagte Ostapenko, die am Donnerstag 20 Jahre alt wird. Bacsinszky, die am selben Tag 28 wird, war ebenfalls stolz, den widrigen Umständen getrotzt zu haben. "Es war ein verdammt schweres Match wegen all der Begleitumstände", sagte die Schweizerin. "Es ist wie ein Traum für mich, hier bei den French Open zu sein. So ganz weiß ich selbst noch nicht, warum es für mich hier immer so gut läuft."

Regen macht Turnierplan zunichte

Das schlechte Wetter hatte wieder einmal für zahlreiche Spielverlegungen gesorgt. Wegen Regens und starken Windes mussten die beiden Herren-Viertelfinals zwischen dem serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic und dem Österreicher Dominic Thiem sowie zwischen Topfavorit Rafael Nadal und seinem spanischen Landsmann Pablo Carreno Busta auf Mittwoch verlegt werden. Auch die beiden ersten Viertelfinals bei den Damen mussten gleich zwei Mal gestoppt werden. Mladenovic und Bacsinszky hatten schon am frühen Nachmittag, als in Paris noch die Sonne schien, stark mit dem heftigen Wind zu kämpfen. Vor allem die Französin kam damit nicht zurecht, musste sich immer wieder den aufgewirbelten Sand aus den Augen reiben.

Insgesamt konnte Mladenovic nicht an ihre starke Leistung gegen Titelverteidigerin Garbiñe Muguruza im Achtelfinale anknüpfen. Bacsinszky spielte variabler und holte sich den ersten Satz nach 63 Minuten. Auch im zweiten Satz und nach den Unterbrechungen wirkte die Französin irgendwie gehemmt. Bacsinszky blieb bei allem Chaos dagegen ruhig und schaffte zum zweiten Mal nach 2015 den Sprung ins Halbfinale.

Frankreich French Open in Paris - Jelena Ostapenko (Reuters/P. Rossignol)

Jelena Ostapenko freut sich über ihren Erfolg gegen Caroline Wozniacki

Ostapenko sorgte für die nächste große Überraschung. Zwar erwischte Wozniacki den besseren Start und zog schnell auf 5:0 davon. Dann steigerte sich Ostapenko aber und kam auf 4:5 heran. Der erste Satz ging zwar dennoch an die Dänin. Doch die Lettin hatte nun ihren Rhythmus gefunden und sicherte sich den zweiten Durchgang trotz der langen Pause mit 6:2. Auch im dritten Satz ließ sie sich von der erneuten Unterbrechung nicht verrückt machen und zog als erste Lettin seit Einführung des Profitennis in ein Grand-Slam-Halbfinale ein. Auch dank 38 Winnern im Vergleich zu sechs von Wozniacki. "Sie spielt verdammt aggressiv und hat verdient gewonnen", sagte Wozniacki.