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Sport

Regenspezialist Button siegt vor Vettel

Jenson Button hat im Regen- und Reifenpoker von Budapest die stärksten Nerven bewiesen und den Grand Prix von Ungarn gewonnen. Weltmeister Sebastian Vettel wurde Zweiter vor dem Spanier Fernando Alonso.

Sebastian Vettel führt das Fahrerfeld in die erste Runde beim GP von Ungarn (Foto:Thanassis Stavrakis/AP/dapd)

Wenn Regen auf den Asphalt der Rennstrecke tropft, wird die Formel 1 zum Reifenpoker. So geschehen auch in Budapest beim Großen Preis von Ungarn am Sonntag (31.07.2011). Mal regnete es, dann trocknete die Strecke ab, ehe es wieder begann vom Himmel zu tröpfeln. Die Crews in der Boxengasse hatten also alle Hände voll zu tun, um ihre Fahrer mit Informationen und besonders den jeweils richtigen Reifen zu versorgen.

Button triumphiert in seinem 200. Formel 1-Rennen

Am besten gelang dies auf dem tückischen Hungaroring dem britischen McLaren-Team, zumindest was Jenson Button betrifft. Denn anders als sein Teamkollege Lewis Hamilton wählte er die richtigen Reifen und zeigte erneut, dass er besonders bei wechselnden und schwierigen Bedingungen auftrumpfen kann. "Ihr wart perfekt", lobte Button sein Team unmittelbar nach dem Überqueren der Ziellinie per Boxenfunk und fügte an: "Lasst uns nach der Sommerpause zurückkommen und alle Rennen gewinnen".

Sebastian Vettel führt das Fahrerfeld in die erste Runde beim GP von Ungarn (Foto:Thanassis Stavrakis/AP/dapd)

Am Start noch in Führung: Vettel (l.) führt das Fahrerfeld in die erste Runde beim GP von Ungarn

In seinem 200. Formel 1-Rennen fuhr Button ein starkes Rennen und lieferte sich phasenweise ein enges Duell mit Teamkollege Lewis Hamilton. Beide überholten sich gegenseitig zum Teil mehrfach innerhalb einer Runde. Doch Hamilton schied aus dem Kampf um die Spitze aus, weil sich der Brite für die falschen Reifen entschied: In Runde 53 ließ er Intermediates montieren um schon in Runde 55 wieder auf Trockenreifen zu wechseln. Damit büßte Hamilton alle Siegchancen ein und wurde am Ende Vierter vor Mark Webber (Red Bull) und Felipe Massa (Ferrari).

Nick Heidfelds Wagen brennt (Foto: AP)

Feuer und Flamme: Heidfelds Wagen brannte lichterloh

Weltmeister Sebastian Vettel verpasste dagegen wie schon auf dem Nürburgring erneut Platz 1 um diesmal 3,6 Sekunden. Zufrieden konnte er dennoch sein, denn Vettel baute seinen Vorsprung in der WM-Fahrerwertung weiter aus. Mit 234 Punkten hat er bereits 85 Zähler mehr als sein Teamkollege Mark Webber aus Australien. Vettel machte damit vor der nun dreieinhalbwöchigen Sommerpause einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Titelverteidigung. Weit weniger gut war dagegen die Laune bei Ex-Weltmeister Michael Schumacher. Der Mercedes-Pilot schied in Runde 28 auf Platz 8 liegend mit technischen Problemen aus.

Feuer an Bord bei Nick Heidfeld

Noch mehr Pech hatte Nick Heidfeld: Nach einem Boxenstopp fing sein Wagen plötzlich Feuer. Gerade noch rechtzeitig konnte sich Heidfeld aus seinem brennenden Lotus-Renault mit einem Sprung retten. "Es hat noch extremer gebrannt als in Barcelona", sagte er nach seinem zweiten Feuerunfall. "Die Flammen kamen mir etwas näher. Zum Glück ist nichts passiert." Nico Rosberg wurde im Mercedes 9., Adrian Sutil 14. und Timo Glock 17.

Autor: Joscha Weber

Redaktion: Tobias Oelmaier