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Sport

Red Bull degradiert Crash-Pilot Kwjat

Seine Fehde mit Sebastian Vettel hat für Daniil Kwjat in der Formel-1-WM weitreichende Konsequenzen. Red Bull schickt den Russen zum Entwicklungsteam Toro Rosso zurück und holt von dort den Niederländer Max Verstappen.

Beim Großen Preis von Australien jagt Daniil Kwjat (l.) im Red Bull Sebastian Vettel (r.) im Ferrari (Foto: picture-alliance/ATP/M. Johnson)

Großer Preis von Australien: Daniil Kwjat (l.) im Red Bull jagt Sebastian Vettel im Ferrari

Formel-1-Pilot Daniil Kwjat muss für den peinlichen Crash mit Sebastian Vettel büßen und sein Cockpit beim Red-Bull-Team für Supertalent Max Verstappen räumen. Nur vier Tage nach dem doppelten Auffahrunfall des Russen mit Ferrari-Star Vettel in Sotschi teilte Red Bull mit, dass Kwjat schon beim nächsten Rennen in Barcelona am 15. Mai ins Cockpit des kleinen Schwesterteams Toro Rosso degradiert wird.

Dafür steigt der erst 18 Jahre alte Niederländer Verstappen von Toro Rosso zum zweiten Red-Bull-Stammfahrer neben dem Australier Daniel Ricciardo auf. Für Kwjat bedeutet die Entscheidung einen schmerzhaften Knick in seiner Karriere, auch wenn Red-Bull-Teamchef Christian Horner behauptete: "Das gibt ihm die Chance, seine Form wiederzufinden und sein Potenzial zu zeigen."

Wiederholungstäter

Nach dem Großen Preis von China wird Sebastian Vettel (2.v.l.) auf dem Podium von Nico Rosberg (2.v.r.) und Daniil Kwjat (r.) geduscht (Foto: picture-alliance/mspb/J. Andre)

Das Podium in Shanghai: Sebastian Vettel (2.v.l.) wird von Nico Rosberg (2.v.r.) und Daniil Kwjat (r.) geduscht

Kwjat hatte in den beiden vergangenen Rennen in China und Russland den Zorn von Sebastian Vettel auf sich gezogen, nachdem er den viermaligen Weltmeister zum Teil rüde von der Strecke geschoben hatte. In China konnte Vettel weiterfahren und wurde am Ende Zweiter, in Russland schied er nach zwei Remplern von Kwjat bereits in der zweiten Kurve nach dem Start aus.

"Die Bilder sprechen für sich", hatte Vettel danach gesagt. Kwjat half da auch eine kleinlaute Entschuldigung beim Deutschen nicht, dessen Nachfolge er bei Red Bull 2015 angetreten hatte. Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene hatte bereits am Sonntag in Sotschi Konsequenzen für Kwjat gefordert. Beim Grand Prix von Spanien in gut einer Woche muss der 22-Jährige nun wieder zurück zum Toro-Rosso-Rennstall, für den er 2014 sein Debüt in der Formel 1 gegeben hatte.

Unterschiedliche Reaktionen

Christian Horner steht Arm in Arm mit Daniel Ricciardo (l.) und Daniil Kwjat (r.) (Foto: Mark Thompson/Getty Images)

Red Bull: Horner mit Ricciardo (l.) und Kwjat (r.)

"Wirklich? Ein schlechtes Rennen und Kwjat wird fallen gelassen? Und was ist mit seinem Podiumsplatz im Rennen davor", fragte McLaren-Pilot Jenson Button via Twitter. Verstappen indes zeigte sich begeistert von der schnellen Beförderung. Im Vorjahr hatte er im Toro Rosso als jüngster Pilot der Formel-1-Geschichte debütiert, nun darf er den stärkeren Red Bull steuern. "Max hat sein außerordentliches Talent nachgewiesen", sagte Teamchef Horner.

Der Sohn des früheren Grand-Prix-Fahrers Jos Verstappen gilt in der Branche als Topstar der Zukunft, vor allem Ferrari wurde mehrfach Interesse an seiner Verpflichtung nachgesagt. Wohl auch um die Verhandlungsposition im Poker um Verstappen zu stärken, zog Red Bull den vermutlich ohnehin geplanten Aufstieg des Youngsters deutlich vor. Mit Blick auf sein Debüt im Red Bull in Barcelona sagte Verstappen: "Ich kann diesen besonderen Augenblick kaum erwarten."

ck/haz (dpa,sid)

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