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Aktuell Europa

Rechtsradikale randalieren in Warschau

In Warschau ist es bei einer Demonstration von Rechtsradikalen und Nationalisten zum polnischen Unabhängigkeitstag zu schweren Krawallen gekommen. Die Polizei nahm fast 300 mutmaßliche Gewalttäter fest.

Alljährlich am 11. November erinnert Polen mit seinem Nationalfeiertag an die Rückkehr zur staatlichen Unabhängigkeit im Jahr 1918. Abseits der offiziellen Feiern kommt es dabei seit Jahren beim Aufmarsch von Nationalisten und Rechtsextremisten in Warschau zu Ausschreitungen.

Viele Verletzte, viele Festnahmen

So auch 2014. Hunderte größtenteils vermummte Randalierer griffen die Polizisten mit Steinen und Brandsätzen an und zündeten Feuerwerkskörper. Es kam vor dem Nationalstadion in Warschau zu einer zweistündigen Straßenschlacht. Mindestens 23 Polizisten und 24 andere Personen wurden nach offiziellen Angaben verletzt. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Gummigeschosse gegen die Gewalttäter ein. 5000 Beamte waren im Einsatz.

Ein Polizeisprecher sagte im polnischen Fernsehen, rund 280 Randalierer seien festgenommen worden. Bei vielen von ihnen handele es sich offensichtlich um Fußball-Hooligans, Die Organisatoren des Marschs "Armee der Patrioten" mit mehreren zehntausend Teilnehmern hatten vergeblich versucht, die Militanten zu beruhigen.

Ein Demonstrationszug mit Staatspräsident Bronislaw Komorowski und Regierungschefin Ewa Kopacz und mit mehreren tausend Teilnehmern verlief dagegen friedlich. Nach 123 Jahren der Teilung zwischen Preußen, Russland und Österreich-Ungarn war Polen am 11. November 1918 - nach dem Ende des Ersten Weltkriegs - wieder zu einem souveränen Staat geworden.

wl/mak (dpa, afp)