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Aktuell Amerika

Rechte in El Salvador wollen neu wählen lassen

Im Streit um die Präsidentenwahl in El Salvador fordern die Konservativen eine Annullierung der Abstimmung. Statt einzelne Zwischenergebnisse zu überprüfen, soll neu gewählt werden, fordern sie.

Nach dem hauchdünnen Ergebnis bei der Präsidentenwahl in El Salvador hat die rechtskonservative Partei Arena einen Antrag eingereicht, mit dem sie die Annullierung der Abstimmung verlangt. Das staatliche Wahlamt sei parteiisch, hieß es zur Begründung.

Konservative wollen nicht mehr mitmachen

Da die Wahlkommission die Stimmen nicht landesweit einzeln nachzählen lassen wolle, müsse die Abstimmung wiederholt werden, verlangte der Rechtskandidat Norman Quijano. Zudem zogen die Konservativen ihre Vertreter aus den Ausschüssen zurück, die zur Zeit lediglich strittige Zwischenergebnisse prüfen. Erst wenn das Wahlamt einer Neuauszählung aller Wahlzettel zustimme, werde sich Arena wieder beteiligen.

Zuvor hatten Tausende Arena-Anhänger vor dem Sitz der Wahlbehörde in der Hauptstadt San Salvador eine erneute Auszählung der Stimmen gefordert. "Stimme für Stimme", war auf einigen Transparenten zu lesen. Auf anderen hieß es: "Nein zum Betrug, Ja zur Transparenz."

Hauchdünner Vorsprung

Nach vorläufigen Ergebnissen der Stichwahl am Sonntag erhielt Quijano 49,89 Prozent der Stimmen. Sein Konkurrent von der linken Regierungspartei FMLN, Salvador Sánchez Cerén, kam auf 50,11 Prozent. Sein Vorsprung beträgt gerade einmal 6500 Stimmen.

Deshalb wertet das Wahlamt seit Dienstag eine Reihe von umstrittenen Ergebnislisten nochmals aus. In der Wahlnacht hatten beide Parteien den Sieg für sich reklamiert. Offiziell wurde aber noch kein Gewinner bekanntgegeben.

Die erste Runde der Wahl Anfang Februar hatte der derzeitige Vizepräsident Sánchez Cerén Anfang Februar mit 49 Prozent der Stimmen klar gewonnen, Quijano landete mit 39 Prozent auf dem zweiten Platz. Der knappe Ausgang der Stichwahl war deshalb eine Überraschung.

uh/sti (dpa,afp)