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Aktuell Nahost

Rebellenviertel in Aleppo von regierungstreuen Truppen abgeriegelt

Nach heftigen Kämpfen in der syrischen Metropole Aleppo sind die Rebellenviertel quasi von der Außenwelt abgeschnitten. Das berichten Aktivisten. Assads Truppen hätten Aleppo vollkommen unter Kontrolle.

Syrische Regierungstruppen und ihre Verbündeten haben die wichtigste Versorgungsroute in die von Rebellen gehaltenen Stadtviertel von Aleppo übernommen. Dies berichtete die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Wie ein Rebellenführer der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, hätten Streitkräfte des Regimes von Präsident Baschar al-Assad auf der Straße von Castello im Nordwesten Barrieren und Sandsäcke errichtet und "sogar eine Gruppe von Zivilisten" festgenommen. Aleppo sei damit zu "hundert Prozent belagert". Über die Straße von Castello waren bislang noch Kämpfer und Versorgungsgüter in die Rebellenviertel im Osten gelangt.

Droht im Rebellenviertel nun Hungersnot?

Nach UN-Angaben leben in etwa 300.000 Menschen in den inzwischen eingeschlossenen östlichen Vierteln der Stadt. Ihnen drohen nun weitere, noch massivere Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten, denn die Belagerung könnte länger dauern. Die Bewohner könnten nur noch über unsichere Feldwege aus der Stadt fliehen. Ein Rebellenführer warnte die Menschen jedoch eindringlich davor, die belagerte Straße überhaupt zu benutzen.

Zerstörung in Aleppo nach Raketenangriff (Foto: Reuters/A. Ismail)

Etliche Häuser wurden durch die erneuten Luftangriffe zerstört

Die Regierungstruppen hatten ihre jüngste Offensive auf Aleppo vor knapp zwei Wochen gestartet. Die zweitgrößte Stadt Syriens ist seit Beginn des Bürgerkrieges heftig umkämpft und seit Mitte 2012 geteilt: Der Westen wird von der Regierung gehalten, der Osten von Aufständischen. Bei den jüngsten Bombardements auf die Rebellenviertel sollen 28 Menschen getötet worden sein.

vk/qu (afp, dpa, rtr)

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