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Asien

Rebellen in Pakistan zerstören hunderte Militärfahrzeuge

Rebellen haben in der pakistanischen Stadt Peshawar Fahrzeuge mit Nachschub-Lieferungen für die internationalen Truppen in Afghanistan zerstört. Es handelte sich bereits um den dritten Angriff binnen einer Woche.

Hunderte ausgebrannte Lastwagen in Peshawar (Quelle: AP)

Hunderte Lastwagen wurden zerstört

Aufständische in Pakistan haben in der Nacht zum Montag (07.12.2008) fast 100 NATO-Fahrzeuge mit Nachschub-Lieferungen für die Streitkräfte in Afghanistan in Brand gesetzt. Die Rebellen drangen nach Angaben des Polizeioffiziers Anwar Zeb am frühen Montagmorgen in das Depot am Rande der Stadt Peshawar ein. Angaben über Tote oder Verletzte machte er nicht.

Die Angreifer hätten die Fahrzeuge, darunter Last- und Geländewagen, mit Benzin übergossen und anschließend angezündet, teilten die Sicherheitskräfte mit. Bei Anrücken der Polizei hätten die Täter die Flucht ergriffen. Feuerwehrleute konnten 40 weitere Fahrzeuge vor der Zerstörung retten.

Extremisten wollen Versorgungslinie durchtrennen

Ausgebrannte Lastwagen in Peshawar (Quelle: AP)

Ausgebrannte Lastwagen in Peshawar

Bereits am Sonntag hatten mehr als 200 bewaffnete Rebellen, die vermutlich zur Taliban-Miliz gehören, auf einem Rastplatz bei Peshawar 150 Lastwagen und Container mit Nachschub für die internationalen Truppen in Afghanistan zerstört. Ein Wachmann war dabei getötet worden.

Extremisten in der Region haben wiederholt damit gedroht, die Versorgungslinie zu durchtrennen, was den Einsatz der ausländischen Truppen gegen die Aufständischen in Afghanistan stark behindern würde.

Bereits am vergangenen Montag hatte es einen Angriff auf das Depot gegeben. Die Aufständischen töteten zwei Lastwagenfahrer und brannten ein Dutzend Fahrzeuge nieder.

Nur tagsüber durch das Rebellen-Gebiet

Wenige Wochen zuvor hatten Extremisten dutzende Lastwagen mit Nachschub und mehrere Begleiter des Konvois am Khyber-Pass im Grenzgebiet zu Afghanistan in ihre Gewalt gebracht. Pakistan setzte die Fahrten daraufhin vorübergehend aus. Inzwischen fahren die Lastwagen tagsüber und geschützt von Militäreskorten wieder über den 35 Kilometer langen Pass. Nachts parken sie auf gesicherten Geländen in Peshawar, die nun Ziel der jüngsten Angriffe wurden.

Die Stammesgebiete, durch die der Khyber-Pass führt, gelten als Rückzugsgebiet der Taliban und des Terrornetzes El Kaida. Die Strecke von der südpakistanischen Hafenstadt Karachi über Peshawar und den Khyber-Pass ist die wichtigste Nachschubroute für die Internationale Schutztruppe ISAF und die US-geführten Koalitionstruppen in Afghanistan. (kis)

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