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Aktuell Europa

Rebellen in der Ostukraine verkünden Teilrückzug aus Pufferzone

Die Aufständischen in der Ostukraine haben offenbar einen Teil der zwischen Moskau und Kiew beschlossenen Friedensvereinbarung umgesetzt - allerdings nur mit Einschränkungen.

Die prorussischen Separatisten haben nach eigenen Angaben einen Teil ihrer Artillerie aus der vereinbarten Pufferzone in der Ostukraine zurückgezogen. Sie hätten ihre Waffen aber an jenen Orten stehen gelassen, wo die ukrainische Armee sich ihrerseits noch nicht zurückgezogen habe, sagte Separatistenführer Alexander Sachartschenko.

Um den Flughafen der Rebellenhochburg Donezk lieferten sich die ukrainische Armee und die Separatisten erneut Gefechte. Über dem Gelände waren Flammen und schwarzer Rauch zu sehen, wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichten. Während das Donezker Stadtgebiet von den Rebellen kontrolliert wird, bleibt der Flughafen trotz wiederholter Angriffe in der Hand des ukrainischen Militärs.

Neue Friedensgespräche

Vertreter Kiews und der Separatisten

hatten sich in der vergangenen Woche bei einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe auf die Einrichtung einer entmilitarisierten Zone geeinigt

. Hauptbestandteil ist der Rückzug aller Kampfeinheiten auf jeweils mindestens 15 Kilometer hinter die Frontlinie. Die so entstehende 30 Kilometer breite Pufferzone soll unter die Aufsicht der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gestellt werden.

Die nächste Verhandlungsrunde in der weißrussischen Hauptstadt Minsk könne voraussichtlich in einem Monat stattfinden, kündigte Rebellenführer Sachartschenko an. Die Zeit bis dahin werde benötigt, um die bereits getroffenen Vereinbarungen umzusetzen. Die Aufständischen wollen die Unabhängigkeit von der Ukraine, Kiew lehnt dies ab.

Wahlen auf eigene Faust

Für den 2. November kündigten die selbst ernannten "Volksrepubliken" Donezk und Lugansk eigene Wahlen an. An den für den 26. Oktober angesetzten Parlamentswahlen der Ukraine wollen sie nicht teilnehmen. Ein von der Obersten Rada verabschiedetes Gesetz sieht in den abtrünnigen Gebieten Regionalwahlen für Anfang Dezember vor.

jj/as (dpa, afp)